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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Polytechnik-Preis 2022

„Digitale Medien als Gewinn für den MINT-Unterricht“: Die Nominierten stehen fest

von Ilse Romahn

(06.09.2022) Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gibt acht Nominierte für den diesjährigen Polytechnik-Preis zum Thema „Digitale Werkzeuge als Gewinn für den MINT-Unterricht“ bekannt.

Die Bewerbungsphase für den mit insgesamt 75.000 Euro dotierten Polytechnik-Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ist abgeschlossen. Unter allen eingereichten Bewerbungen und Vorschlägen hat die Auswahlkommission acht Kandidatinnen und Kandidaten nominiert, die besonders gute, innovative Unterrichtskonzepte zum diesjährigen Fokusthema „Digitale Werkzeuge als Gewinn für den MINT-Unterricht“ entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Die Preisverleihung des Polytechnik-Preises 2022, der unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger steht, findet am 25. November 2022 in Frankfurt am Main statt.

Der von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ausgelobte Polytechnik-Preis prämiert erprobte Lernangebote der MINT-Fächer mit Relevanz für Schule und/oder frühkindliche Bildung, die sich mit alltagsrelevanten und zukunftsorientierten Themen beschäftigen, auf pädagogischen Konzepten beruhen, eng mit der Fachdidaktik verzahnt und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht worden sind. Ihnen will die Stiftung mit dem Polytechnik-Preis zum Durchbruch in Wissenschaft und Öffentlichkeit verhelfen. Deshalb sollen die Projekte auch zum Transfer an neue Bildungsorte geeignet sein.

Mit dem Polytechnik-Preis 2022 möchte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ehren, die innovative Unterrichtskonzepte entwickelt haben, in denen digitale Werkzeuge gewinnbringend im MINT-Unterricht eingesetzt werden. Dabei geht es nicht darum, die Lehrkräfte durch einen Computer, einen Roboter oder eine App zu ersetzten, sondern sie zu unterstützen und analoge Lehr- und Lern-Praktiken zu ergänzen. Die digitalen Werkzeuge und Formate sollen spielerisch zum Lernerfolg verhelfen und die Verstehensprozesse komplexer Themen vereinfachen. Die eingegangenen Bewerbungen und Vorschläge zeigen insgesamt ein breites Spektrum hervorragender Möglichkeiten auf, digitale Werkzeuge im Unterricht zu nutzen. Die nominierten Konzepte stellen eine Essenz dieser Ideen dar. Ihre Ideen reichen vom Einsatz eines Lernroboters, der sogenanntes computational thinking sowie kreatives Problemlösen im Informatikunterricht trainieren soll, über eine App, mit der verknüpfte Aufgaben über Routen, die „Mathtrails“, abgelaufen werden können, bis hin zu digital angereicherten Experimentierboxen für den Chemie- und Physikunterricht.

Die Nominierten und ihre Konzepte sind (in alphabetischer Reihenfolge):
1.   Dr. Nadeschda Belova von der Universität Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Dr. Moritz Krause von der Universität Bremen / dem Schulzentrum Geschwister Scholl, Gymnasiale Oberstufe Bremerhaven mit ihrem Konzept „HIQO – das Wasser mit Leitfähigkeitsextrakt“ (LSC:digital)

2.   Prof. Dr. Ira Diethelm und Melanie Schaumburg M.A. von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit ihrem Konzept „IT2School – gemeinsam IT entdecken“

3.   Prof. Dr. Jorge Groß von der Philipps-Universität Marburg mit seinem Konzept „Lehr-Lern-System ‚ID-Logics‘“

4.   Dr. Jochen Kuhn von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seinem Konzept „Digitale Schweizer Taschenmesser: Mobile Medien von heute und morgen zum Experimentieren in MINT-Fächern“

5.   Prof. Dr. Matthias Ludwig, Dr. Simone Jablonski, Dr. Iwan Gurjanow, Simon Barlovits, Deng-Xin Ken Oehler, Philipp Larmann und Melanie Schubert, von der Goethe-Universität Frankfurt am Main mit ihrem Konzept „MathCityMap-System“

6.   Frank Lüthjohann, Marc Reid, Dr. Stefanie Herzog und Dr. Silke Rönnebeck von der Forschungswerkstatt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik mit ihrem Konzept „nawi:werft“

7.   Prof. Francesco Mondada und Prof. Martin Vetterli von der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne mit ihrem Konzept „Lernroboter Thymio“

8.   Dr. Stephanie Moser und Dr. Timo Fleischer von der Technischen Universität München und der Paris Lodron Universität Salzburg mit ihrem Konzept „EXBOX-Digital“.

Die drei Preisträgerinnen oder Preisträger des diesjährigen Polytechnik-Preises werden in einer öffentlichen Veranstaltung am 25. November 2022 in Frankfurt am Main bekannt gegeben und geehrt.

Der Polytechnik-Preis
Um Kinder und Jugendliche für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, bedarf es einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unterrichts. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den fachdidaktischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an den Hochschulen zu. Ihre herausragenden Forschungs- und Entwicklungsleistungen zeichnet die Stiftung Polytechnische Gesellschaft seit 2011 mit dem Polytechnik-Preis aus.

Der Polytechnik-Preis steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger.

Weitere Informationen unter www.polytechnik-preis.de.

www.sptg.de