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Letzte Aktualisierung: 24.05.2024

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Podiumsdiskussion über die Paulskirche

Demokratie als Baustelle

von Adolf Albus

(06.07.2023) Prominent besetzte Podiumsdiskussion über die Paulskirche schließt die Reihe Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ ab

Welche Lehren hält die Geschichte der Paulskirche für alle bereit, die die Demokratie der Zukunft als „Baustelle“ ansehen, an der es zu arbeiten gilt? Was hält die Demokratie am Leben? Wie ist es möglich, ihre sozialen und kulturellen Voraussetzungen zu erhalten und einen demokratischen Geist zu pflegen? In fünf Vorträgen ist die Vortragsreihe „Das Bauwerk der Demokratie. Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Paulskirche als politisches Symbol“ an der Goethe-Universität diesen Fragen nachgegangen.

Den Abschluss der Reihe bildet nun die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion "Das Bauwerk (bzw. die Baustelle) der Demokratie" am 12. Juli, 18.15 Uhr, in der Paulskirche, Paulsplatz 11.  

An der Gesprächsrunde nehmen teil: Peter Cachola-Schmal, Deutsches Architekturmuseum, Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Goethe-Universität, Normative Orders, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Prof. Dr. Rainer Forst, Goethe-Universität, Normative Orders, Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Volker Kauder, Vorsitzender Expertenkommission Paulskirche und ehem. Mitglied des Deutschen Bundestags. Moderiert wird die Veranstaltung von Rebecca Caroline Schmidt, Goethe-Universität, Forschungszentrum „Normative Ordnungen“.

Die Paulskirche ist mithin der Ort der dialektischen, nicht abgeschlossenen deutschen Demokratiegeschichte. Hier kommen demokratische Erinnerung und Mahnung, Aufbruch und Scheitern, Hoffnung und Zerstörung, kurz all das zusammen, was zu einem demokratischen Bewusstsein gehört. Die Paulskirche als Bauwerk symbolisiert auf einzigartige Weise, dass die Demokratie selbst ein Bauwerk ist, dessen Fundamente nicht als endgültig gesichert anzusehen sind, sondern deren Grund, Aufbau und Fortentwicklung immer wieder kollektiv neu bestimmt werden müssen. Daher sollen in der Diskussionsrunde auch konzeptionelle Vorschläge beleuchtet werden, wie die Paulskirche in den kommenden Jahren saniert und ihre Gestaltung überdacht werden kann, um als nationaler Erinnerungs- und Diskursort weiterzubestehen.

Die vom Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ organisierte Podiumsdiskussion beendet die diesjährige Reihe Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Goethe-Universität.

Eine Anmeldung wird erbeten unter: https://survey.rz.uni-frankfurt.de/index.php/185868?lang=de