Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

Werbung
Werbung

Planungsmittel für Gymnasium Römerhof freigegeben

Schule erhält hochwertigen Neubau aus Holzmodulen

von Ilse Romahn

(23.02.2021) Die Planungen für das endgültige Quartier des Gymnasiums Römerhof können beginnen: Der Haupt- und Finanzausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung Planungsmittel in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro freigegeben. Der erste Bauabschnitt des Neubaus am Rande des Rebstockparks soll im Sommer 2024 fertiggestellt sein.

„Eine neue Schule mit Sporthalle innerhalb von weniger als vier Jahren zu planen und zu errichten, ist eine enorme Herausforderung“, sagt Baudezernent Jan Schneider. „Dieser ehrgeizige Zeitplan ist nur durch die Holzmodulbauweise möglich, mit der wir nicht nur Zeit sparen, sondern die auch sehr nachhaltig ist.“ Schneider und Bildungsdezernentin Sylvia Weber hatten sich im vergangenen Jahr mit der Schulgemeinde darauf verständigt, den Neubau am Rande des Rebstockparks nach dem Vorbild des 2019 fertiggestellten Schulcampus Westend an der Miquelallee zu errichten. Dort sind hochwertige Räume entstanden, mit denen das Adorno-Gymnasium und die Holzhausenschule sehr zufrieden sind. Bildungsdezernentin Sylvia Weber betont: „Frankfurts jüngstes Gymnasium bekommt ein Gebäude, in dem sich gut lernen und arbeiten lässt. Auch wenn sich der Neubau am Schulcampus Westend orientiert, werden spezielle pädagogische Anforderungen des Gymnasiums Römerhof berücksichtigt.“

Die Schule ist zum Schuljahr 2018/19 in einem Übergangsquartier in Betrieb gegangen. Zum kommenden Schuljahr wird die Anlage erweitert und umfasst dann Räume für die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Im Schuljahr 2024/25 wird das Gymnasium den ersten Jahrgang der Oberstufe aufnehmen. Dafür wird bereits der geplante Neubau zur Verfügung stehen, wodurch der Bau eines weiteren Provisoriums vermieden wird.

Das endgültige Schulgebäude entsteht nördlich des Provisoriums auf dem heutigen Tennenplatz östlich des großen Sportfeldes. Die geplante Dreifelderhalle, die auch von Vereinen genutzt werden kann, entsteht westlich des Sportplatzes in Elementbauweise. Rund um die Halle werden zusätzliche Außensportflächen angelegt. Voraussichtlich im Sommer 2022 kann die Baustelle eingerichtet werden. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird die provisorische Anlage sukzessive abgebaut, um Platz für die Vollendung des endgültigen Quartiers für das sechszügige Gymnasium zu schaffen.

Mit der Freigabe der Planungsmittel kann das Amt für Bau und Immobilien nun die Planungsleistungen ausschreiben. Das Stadtschulamt führt seit Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit der Schulgemeinde die Planungsphase null durch, in der die Grundzüge der Planung festgelegt werden. Nach dem Abschluss dieser Phase wird im Frühjahr das Flächenprogramm für das neue Schulgebäude zur Beschlussfassung vorgelegt. Vor der Umsetzung des Projektes müssen die Stadtverordneten der Bau- und Finanzierungsvorlage zustimmen und damit die nötigen Investitionsmittel freigeben.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Erfahrungen mit Schulbauten aus Holz-Modulen und -Fertigteilen gesammelt. Neben dem Schulcampus Westend wurden das Gymnasium Nord in Westhausen und die KGS Niederrad in der zeit- und ressourcensparenden Bauweise errichtet. Die positiven Rückmeldungen aus den Schulgemeinden und Vereinen bestätigen den hohen Qualitätsstandard und das angenehme Raumklima. Darüber hinaus erfüllen Holzgebäude alle Anforderung an eine energiesparende Bauweise und sind sehr nachhaltig: Die 2570 Kubikmeter Holz, die an der KGS Niederrad verbaut wurden, wachsen in deutschen Wäldern innerhalb von nur elf Minuten nach. Da die Bauteile im Werk des Bauunternehmens vorgefertigt werden, reduziert sich nicht nur die Bauzeit, sondern auch die Lärmbelastung auf der Baustelle.

„Wir müssen jedes Jahr im Schnitt zusätzlich Platz für rund 2000 Schülerinnen und Schüler schaffen“, betont Schneider. „Das geht nur mit innovativen Lösungen wie der Modulbauweise.“ Weber ergänzt: „Trotz des großen Drucks stellen wir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler in hochwertigen Gebäuden unterrichtet werden, in denen sich moderne pädagogische Ansätze verwirklichen lassen.“ (ffm)