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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019

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Planungen in Frankfurts Nordwesten vorantreiben

Unternehmerverbände warnen vor Verzögerungen

von Karl-Heinz Stier

(25.11.2019) Für die Fortsetzung der Planung eines neuen Frankfurter Wohngebietes entlang der Autobahn A5 hat sich der Bau- und Immobilienausschuss der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in seiner Sitzung ausgesprochen.

„Im Rahmen der künftigen Planungen und öffentlichen Diskussion kann und muss auch der Umfang des neuen Stadtteils entlang der A5 ergebnisoffen erörtert werden. Konstruktive Lösungen für den gravierenden Wohnungsmangel müssen in der Kommunal- und Regionalpolitik im Vordergrund stehen. Politiker sollten sich nicht pauschal gegen das Ausweisen großer Neubaugebiete aussprechen. Erst recht nicht, wenn sie keine konkreten Alternativen aufzeigen“, sagte Thomas Reimann, Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschusses und Vorstandsvorsitzender der mittelständischen Bauunternehmung ALEA AG in Frankfurt.

Die Planung großer Neubaugebiete sei aus Sicht der Wirtschaft nötig, weil trotz der hohen Nachfrage nach Immobilien bundesweit die Zahl der neuen Baugenehmigungen zurückgeht. Ein Grund hierfür ist der Mangel verfügbarer neuer Bauflächen. Dies wird durch einen Bericht des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch bestätigt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stimmten die Behörden dem Neubau oder Umbau von bundesweit 257.900 Wohnungen zu. Verglichen zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Rückgang um 1,9 Prozent. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank bundesweit um 1,5 Prozent, die für Mehrfamilienhäuser sogar um 3,4 Prozent.

An der Sitzung nahm der Frankfurter Stadtrat Mike Josef, Leiter des Dezernats „Planung und Wohnen“ und Vorsitzender der SPD in Frankfurt, teil.