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PLADD präsentieren Pop und Rock in Kriftel

2016 kamen 2.500 Gäste zum Open-Air-Festival „MyZiegelei“ in den Ziegeleipark. 2017 sollen es noch mehr werden. Großer Anziehungspunkt des Festivals für die ganze Familie ist die Live-Musik auf großer Profi-Bühne: Von 14 Uhr bis 22 Uhr machen hier Bands der Region gute „Mugge“ und richtig Stimmung.

Neu mit dabei 2017 ist die Band PLADD aus Wiesbaden-Delkenheim, 2005 gegründet von „Original“ Dieter Numrich. Die Coverband, bestehend aus fünf Musikern aus Delkenheim, Flörsheim, Kloppenheim und Liederbach, bietet Pop und Rock aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Songs von den Beatles, den Rolling Stones, Deep Purple, Status Quo, Klaus Lage, der Spider Murphy Gang und Simon & Garfunkel sind darunter. „Wir arrangieren und interpretieren die Originale gerne auch neu“, so Numrich, der jetzt mit Frontmann und Sänger Bernd Kurzhals in Kriftel eine Ortsbegehung machte. „Wir kriegen locker drei Stunden Programm zusammen.“ Im Kriftel werden sie sich auf eine Stunde beschränken müssen, vier weitere Bands sind eingeplant.

Ursprünglich hat Numrich, der Gitarre spielt und auch mal ein Solo singt, mit der Band Musik in Delgemer Platt, also Mundart, gemacht. Daher der Name. Er textete dafür bekannte Hits wie „Knockin on heavens door“ in „War noch nie in Longeho“ (Langenhain) um. „Aber das lief nicht so richtig“, sagt er schmunzelnd. Inzwischen hat sich die Band neu sortiert, das Repertoire geändert und es läuft: Auf mehreren Festen und Festivals in ganz Hessen sind sie bereits aufgetreten. Mit dabei - neben Numrich und Kurzhals, der 2012 dazu kam: Manfred Mauer (Schlagzeug), Tobias Storck (Gitarre, Bass, Klavier) und Matthias Diehl (Gitarre, Bass).

Auf das Festival MyZiegelei aufmerksam wurde PLADD durch den Facebook-Aufruf, dass Bands gesucht werden. „Jeder Auftritt Open Air macht richtig viel Laune und bei uns um die Ecke neue Fans generieren, das wär doch was“, sagt Numrich, der kreative Kopf. Er ist nicht nur musikalisch gerne auf neuen Pfaden unterwegs: Mit Aktzeichnungen auf einer 50-Meter-Plotterrolle wollte er schon einmal ins Guinness-Buch der Rekorde. „Die Auflagen waren mir dann allerdings zu hoch“, sagt er. Mit einer 25-Meter-Rolle konnte er trotzdem bei einer Ausstellung im Delkenheimer Bürgerhaus beeindrucken. Und das macht auch vor kleinerem Publikum Spaß.