Personalwesen - ganz jung - wo die Jobs der Zukunft sind
So gab es erstmals eine sogenannte Solution Stage, wo Lösungsanbieter 20-minütige Live-Demos präsentierten und eine „Innovation Area“, die Anbieter im Innovationsmanagement mit Inhalten füllten. Zudem konnten Interessierte beim sogenannten Business Speed Dating in fünfminütigen Gesprächen mit Anbietern herausfinden, ob sie ein Match sind, oder bei „Outdoor Topic Talks“ im 20-minütigen Austausch Lösungen genauer kennenlernen. „Wir möchten, dass unsere Besucher nicht nur mit fachlichem Wissen, Know-how und Ideen aus dem inhaltlichen Programm nach Hause gehen, sondern auch mit konkreten Lösungen und Tools, die sie handlungsfähig machen für die aktuellen Herausforderungen in ihren Organisationen“, sagte Ralf Hocke, Chef des Veranstalters Copetri.
Die 130 Anbieter auf über 80 Expo-Ständen boten Lösungen rund um die Personalwirtschaft. Anglizismen sind dort ein Standard mit Begriffen wie 'Agile Organisationsentwicklung, HR-Prozesse, Employer Branding, Team-und Persönlichkeitsentwicklung, Work-Flows, Automatisierung'. Auffallend jung und eher weiblich waren sowohl Aussteller wie auch die Besucher. Von der Darmstädter TH warnte Prof. Buxmann mit einem Beitrag zu dem Thema Künstliche Intelligenz „Die Welt wird nie mehr so langsam sein wie heute.“
Rica Bredthauer Mitbegründerin von recreact, ein Unternehmen das Training der mentalen Stärke in die Mitte der Gesellschaft bringen möchte, berichtete von ihrem Weg als Gründerin mit dem Titel „Eine weibliche Revolution der mentalen Stärke“.
Einige Zahlen zu dem Thema Ausbildung und junge Menschen im Frankfurter Raum: Man kann davon ausgehen, dass es etwa 300.000 Azubis in Hessen gibt. In Frankfurt sind es schätzungsweise 100.000 bei 734.000 Erwerbstätigen in der Stadt. Interessant ist die Verteilung nach Stadtbezirken: Die sogenannte Beschäftigtendichte bei den bis 24Jährigen liegt im vom Autor geliebten Bockenheim bei verhältnismäßig niedrigen 29,7% bei einem Stadtdurchschnitt von 33,3%. Getoppt wird dieser Wert im südlichen Westend mit 26,7% wohingegen die Werte in Griesheim bei 41,1% und in Höchst bei 46,5% liegen laut Stadtstatistik Frankfurt. Schlußfolgern kann man hieraus, dass einkommensschwächere Personen und solche mit einem Migrationshintergrund in diesen Stadtteilen früher in Arbeit kommen. Ob diese Personenkreise erreichbar sind mit den auf der Copetri Convention dargestellten Verfahren und Angeboten, wird sich in der Zukunft zeigen.
Festzuhalten ist, dass laut dem Statistischen Bundesamt in den nächsten 15 Jahren 12,9 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Rentenalter erreichen werden. Dies entspricht knapp 30 % der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Erwerbspersonen. Arbeitsformen und deren Organisation teilweise ersetzt oder gestützt durch digitale Verfahren werden nicht nur in den sogenannten Wissensberufen ihren Einzug finden. Insofern hat Prof. Buxmann recht zu warnen. Was können junge Arbeitnehmer tun? Sie sollten bei der Auswahl ihres Berufes auf eine Zukunftssicherheit achten. Relativ sicher werden Tätigkeiten sein, die im direkten Kontakt mit Menschen zu tun haben. Beginnend mit Pflegeberufen und solchen, die mit manuellen Fähigkeiten und handwerklichem Geschick verbunden sind.
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