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Letzte Aktualisierung: 23.02.2024

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Paulskirche erstrahlte anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte

von Ilse Romahn

(11.12.2023)  Drei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg unterzeichnete die Weltgemeinschaft die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Seit 1948 wird diesem Ereignis jährlich am 10. Dezember gedacht. Aus diesem Grund wird die Paulskirche am Sonntag, 10. Dezember, blau angestrahlt. Sie reiht sich damit ein in eine Reihe weltbekannter Wahrzeichen, die ebenfalls in der Farbe angestrahlt werden.

Archivfoto der blau illuminierten Paulskirche
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Hassenpflug
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Die Stadt beteiligt sich an der Initiative des Frankfurter Komitees von Human Rights Watch mit der Beleuchtung der Paulskirche. In Deutschland leuchtet außer der „Wiege der Demokratie“ etwa noch der Olympiaturm in München. Frankfurt hat sich 2017 als erste deutsche Stadt an der Aktion beteiligt.

Oberbürgermeister Mike Josef sagt: „Die Menschenrechte gelten für alle Menschen weltweit. Doch nicht überall werden sie eingehalten. Menschen werden etwa bestraft und in Gefängnisse gesteckt, weil sie beispielsweise ihre Meinung sagen.“ Josef betont: „Dass unsere Paulskirche als Wiege der deutschen Demokratie heute zum Tag der Menschenrechte beleuchtet wird, ist wichtig. Lasst uns gemeinsam für Menschenrechte einstehen, nicht nur an diesem Tag.“

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, die in letzter Zeit leider häufig ins Vergessen gerät: Jedem Menschen stehen allein aufgrund seines Menschseins gleiche Rechte zu“, betont Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner. Menschenrechte seien universell, das heiße, sie gelten überall für alle Menschen. „Mit der Beleuchtung der Paulskirche, unserem Wahrzeichen für Demokratie in unserer Stadt, machen wir die Bedeutung der Menschenrechte und ihre politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechtsansprüche sichtbar“.

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg betont: „In den letzten Monaten stellte sich immer wieder die Frage, auf welcher Grundlage das gesellschaftliche Miteinander gelingen kann. Die Menschenrechte sind dafür ausgezeichnet geeignet. Ihr universeller Charakter ist unmittelbar einsichtig und lässt sich einfach ins alltagspraktische Handeln überführen. Wir alle können uns für Menschenrechte stark machen, in den Stadtteilen, den Gemeinden, Vereinen und Schulen. Rund um den Tag der Menschenrechte organisiert mein Dezernat in diesem Jahr die Woche der Menschenrechte mit vier Veranstaltungen.“

„Wir können uns in Frankfurt glücklich schätzen, dass die Wahrung der Menschrechte in unserer Stadtgesellschaft ein grundsätzliches Selbstverständnis ist. Dennoch müssen wir uns bewusst sein, dass es kein Selbstläufer ist. Das zeigen die aktuellen Konfliktherde weltweit. Wir sind daher alle selbst in Frankfurt angehalten, die Werte, auf die wir uns einst verständigt haben, weiterhin zu leben und sie auch gegenseitig einzufordern“, erklärt Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger, Digitales und Internationales.

Nesrin Thomsen, Senior Direktorin für Outreach und Development der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in Deutschland, sagt: „Menschenrechte wurden hart erkämpft und müssen insbesondere in unseren Zeiten weiter mit aller Kraft verteidigt werden. Wir freuen uns deshalb besonders, dass in Deutschland dieses Jahr so wichtige Gebäude für die Menschenrechte angestrahlt werden.“ (ffm)