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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Paul Pape zeigt in der Englischen Kirche (Bad Homburg) seine preigekrönten ISO 5000-Fotografien

von Ilse Romahn

(31.07.2020) Die ISO-Zahl steht in der Fotografie für die Lichtempfindlichkeit – bei analogen Kameras für die des eingelegten Filmes, bei digitalen für die des Bildsensors.

Je höher die ISO-Zahl ist, desto weniger Licht braucht es für eine Aufnahme. Gleichzeitig nehmen die Möglichkeiten von Experimenten zu, von Fotografien sogar, die über das menschliche Auge hinausgehen. Darauf verweist der Name des ISO-5000-Preises, den die noch zu Lebzeiten der Architektin Annemarie Weidmann errichtete Hans und Annemarie Weidmann-Stiftung ausschreibt. Er ist mit 5000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung des realisierten Projektes in Bad Homburg verbunden. Die Ausstellung findet in diesem Jahr vom 1. bis 23. August im Kulturzentrum Englische Kirche in Bad Homburg am Ferdinandsplatz statt. 

Der neue – erst zweite – Preisträger  ist Paul Pape und Student an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, an der der Fotopreis ausschließlich ausgeschrieben wird. Unterstützt wird mit ihm ein noch zu realisierendes Projekt mit Bezug zum Medium Fotografie. Bewerber können hierfür einen schlüssigen und durchdachten Vorschlag einreichen. 

Neugierig gemacht und überzeugt hat Paul Pape die Jury mit einer Weiterentwicklung seiner selbst erfundenen Kamera. Mit einer Art Windzeichenmaschine hatte er bereits Bewegungen des Windes festgehalten und die Kamera darüber hinaus mit einer eigenen Lichtwind-Camera Obscura verbunden. Mit der Weiterentwicklung wollte er nun Bewegungs- und Tanzsequenzen einzelner oder mehrerer, von Live-Musik begleiteter Tänzer einfangen. Deren Bewegungen wurden auf ein Lichtpendel in einer Camera Obscura übertragen, so dass das eigentliche Bild in einer weiteren Ebene mit überlagernden Lichtzeichnungen der gleichen Bewegung ergänzt wurde. Die Jury empfand diese Art der Fotografie als erfrischend unerwartete Verbindung von Happening, Tanz, Musik und Fotografie. 

Davon können sich auch die Besucher der Ausstellung in der Englischen Kirche überzeugen. Sie ist donnerstags und freitags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Es gelten Hygiene- und Abstandsregeln.