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Osmium als Investment abseits der Börse

Die Frankfurter Börse ist weltweit bekannt und bietet Investoren und Anlegern viele Möglichkeiten, ihr Geld sinnvoll zu investieren. Allerdings gibt es einen starken Trend dazu, Vermögen durch Sachanlagen aufzubauen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Ein beliebter Kandidat dafür ist das Edelmetall Osmium, welches seit 2014 einen funkelnden Markteintritt hingelegt hat.
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Kristallines Osmium: Eine glänzende Zukunft in der Edelmetallbranche?
Foto: Osmium-Institute

Was ist Osmium?
Das wertvolle Edelmetall der Platingruppe, das als Nebenprodukt bei der Platingewinnung anfällt, wird zunächst als graues, giftiges Pulver gewonnen. Nach einem sorgfältigen Reinigungs- und Kristallisationsprozess kann es schließlich in Form von Scheiben oder Barren verkauft werden.

Hoher Wert durch ausgezeichnete Qualität und Fälschungssicherheit
Dank der Fälschungssicherheit, Reinheit, höchsten Qualität und der Zertifizierung durch die Osmium-Institute ist es eine besonders sichere Wertanlage. Somit zählt es neben Gold und Diamanten zu den beliebtesten Werten – wobei Diamanten derzeit einen Preisverfall durchmachen und zudem im Schmuckbereich oft durch synthetische (und somit günstigere) Varianten ersetzt werden. Für einen einheitlichen Umgang mit kristallinem Osmium sorgt das Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung GmbH – sowohl als Sachanlage als auch als Schmuckmetall. Somit ist gewährleistet, dass das Edelmetall beim Handel und der Verarbeitung stets gemäß den ESG-M-Richtlinien behandelt wird.

Ingo Wolf, Leiter des Osmium-Instituts in Murnau, erläutert das Verfahren und die Gründe für die garantierte Sicherheit wie folgt: „Die Waren, die gewonnen werden können, werden in der Schweiz kristallisiert und in Deutschland in den Formenschnitt gegeben. Dabei entstehen Sachanlagedisks, Sachanlagebarren und Inlays für Schmuckstücke. Diese Halbzeuge und Inlays werden dann auf den Nanometer herunter gescannt und in der Osmium-Weltdatenbank eingetragen. Damit kann kein gefälschtes Stück kristallinen Osmiums in den Markt gelangen, welches nicht auf einfache Art und Weise entlarvt werden könnte.“

Preistreibende Hürden bei der Förderung und Weiterverarbeitung
Die Osmium-Institute haben mit der Seltenheit des Metalls zu kämpfen, das zudem nicht in allen Fördergebieten gleichermaßen abgebaut werden kann. Beispielsweise wird derzeit aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts kein russisches Osmium gekauft. Dadurch bleibt rund 1/5 des globalen Osmiumvorkommens aktuell unberücksichtigt.

Hinzu kommt die Anforderung an die absolut hohe Reinheit und Qualität, die an das Osmium gestellt werden, wodurch nicht alle Chargen genutzt werden können. Ingo Wolf erklärt: „Die Qualitäten von 99,9 oder 99,99 Prozent mögen bei billigen Metallen wie Gold oder Platin ausreichend sein. Das ist bei Osmium leider nicht der Fall. Aus diesem Grund steht am Anfang der Arbeit immer die Hochreinigung auf eine 7N bis 9N Qualität, die absolut unüblich hoch ist.“

Teuer ist auch der Geräteeinsatz für die Kristallisation sowie die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen. Während der Arbeit sind kaum kontrollierbare Drücke, extrem hohe Temperaturen und gefährliche Chemikalien im Einsatz. Das erfordert umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen sowie moderne und teure Technik.

Prognose zur Wertsteigerung und Verwendung
Künftige Einsatzmöglichkeiten sieht Ingo Wolf vor allem in der Physik sowie in der Forschung, die sein Institut zusammen mit der „TUM“, der Technischen Universität in München sowie zwei amerikanischen Universitäten betreibt. Schwerpunkt wird jedoch der Andrang auf Osmium als Sachanlage sowie für die Schmuckindustrie sein.

Für die Geschwindigkeit der weiteren Nachfrage nach Osmium ist hauptsächlich die begrenzte Rohstoffmenge verantwortlich. „Der Osmium-Markt wird vermutlich in circa einem Jahrzehnt seine Fahrt aufnehmen, denn bis dahin werden wesentliche Anteile des Rohosmiums ausgegangen sein“, erklärt Ingo Wolf und konkretisiert die Aussage weiter: „Wir können noch circa mit 20 Tonnen Osmium rechnen, die zu fördern sein werden.“