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Letzte Aktualisierung: 26.02.2020

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Orte möglichen Wohnens: Buchvorstellung und Lesung mit Jakob Sturm

von Ilse Romahn

(10.02.2020) Am Dienstag, 11. Februar, wird im Raum für Kunst und Stadt in der Braubachstraße 34 um 19.30 Uhr das autobiografische Künstlerbuch von Jakob Sturm vorgestellt.

In dem Buch mit dem Titel „Orte möglichen Wohnens“ unternimmt der Autor eine in zweifacher Hinsicht wesentliche Spurensicherung: Er zeichnet den Werdegang eines Menschen nach, der sich früh für eine kulturell-künstlerische Laufbahn entscheidet und seinen Lebensweg zunächst intuitiv in diesem Terrain anlegt – bis er durch eine Erkrankung dazu geführt wird, radikal seine Motivationen zu hinterfragen. Die Schilderung dieser Entwicklung ist sowohl für die Gesamtgesellschaft aufschlussreich, als auch für den sogenannten Kulturbetrieb.

Es geht im Sinne von Fritz Zorns „Mars“ um eine Durchleuchtung von Fremdbestimmung und die Verlockung und Verteidigung von Eigeninteresse; es wird im Sinne von Oskar Negts „Faust-Karriere“ nach Eigensinn und der zweischneidigen Einschätzung von gesellschaftlichen Idealen gefragt; es wird in einem direkten künstlerischen Vorgehen nach den gesellschaftlichen Orten für Reflexion und intellektuell-künstlerische Produktion geforscht. Indem Jakob Sturm dazu nicht nur seine eigene Vita, sondern auch die seiner Familie und sogar Vorfamilie nachzeichnet, macht er die entscheidenden Parameter für eine „gesunde“ und selbstbestimmt geführte Künstlerlaufbahn ausfindig.

Der Abend in der Braubachstraße 34 findet in Kooperation mit dem Axel Dielmann-Verlag statt, der Eintritt ist frei.

Über den Autor: Jakob Sturm wurde 1966 in Straubing geboren. Er studierte Philosophie und Soziologie in München und Frankfurt sowie Experimentelle Raumkonzepte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Neben seiner künstlerischen raumbezogenen Arbeit ist er Mitinitiator von Projekten zur kreativen Erschließung urbaner leer stehender Räume, etwa der Produktions- und Ausstellungsplattform basis sowie Radar – Kreativräume für Frankfurt.

Über den Ausstellungsort: „Heussenstamm. Raum für Kunst und Stadt“ ist der neue Name der Kunstgalerie in der Frankfurter Braubachstraße (bisher: Heussenstamm-Galerie). Sie ist zugleich der Sitz der 1912 gegründeten Heussenstamm-Stiftung, die sich der Förderung von Frankfurter Künstler widmet. Seit dem 1. Dezember 2019 wird das „Heussenstamm.“ von Christian Kaufmann geleitet. (ffm)