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Orgeltrilogie mit Andreas Meisner im Frankfurter Dom

Am Freitag, 25. September, 20.00 Uhr, ist im Rahmen der diesjährigen Orgeltrilogie Andreas Meisner, Domorganist am Altenberger Dom, zu Gast im Frankfurter Kaiserdom. Beim dritten Konzert der Reihe erklingen Werke von Franz Liszt, Flor Peeters, Sigfrid Karg-Elert, Max Reger, Marco Enrico Bossi, Eric Satie und Henri Mulet.

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Andreas Meisner
Foto: privat

Zentrales Werk des Abends ist der sinfonische Choral „Jesu, meine Freude“ op. 87, mit dem Sigfrid Karg-Elert ein eindrucksvolles Meisterwerk der spätromantischen Orgelmusik schuf. Karg-Elert verbindet die schlichte Choralmelodie von Johann Franck mit einer außergewöhnlich farbenreichen Harmonik, virtuosen Klangentfaltungen und einer sinfonischen Dramaturgie. Aus einzelnen Motiven entwickelt sich ein vielgestaltiger musikalischer Kosmos, in dem innige, meditative Passagen mit kraftvollen und majestätischen Abschnitten kontrastieren. Die zahlreichen orchestral gedachten Klangfarben und dynamischen Abstufungen lassen den Choral immer wieder in neuem Licht erscheinen. So entsteht ein Werk, das zugleich tief in der protestantischen Choralkultur verwurzelt ist und die klanglichen Möglichkeiten der spätromantischen Orgelkunst bis an ihre Grenzen auslotet.

Andreas Meisner (*1959) studierte Evangelische Kirchenmusik an der Kölner Musikhochschule. Nach dem A-Examen 1984 setzte er seine Studien bei Prof. Ludger Lohmann in Stuttgart fort, wo er 1986 die „Künstlerische Reifeprüfung“ im Hauptfach Orgel ablegte. Verschiedene Meisterkurse, unter anderem bei Marie Claire Alain und Wolfgang Rübsam, ergänzten die Ausbildung.

Sein Repertoire an der Orgel umfasst Werke aller Stilepochen. Regelmäßig spielt er Konzerte an historischen Barock-Orgeln ebenso wie an romantischen und modernen Großinstrumenten. Eine gewisse Neigung gibt es zu deutscher und französischer Romantik, Nachromantik bzw. Impressionismus. Weitere Schwerpunkte sind Transkriptionen und niederländische/belgische Orgelmusik.

Seit 1985 ist Andreas Meisner Domorganist am Altenberger Dom, künstlerischer Leiter der Geistlichen Dommusiken und Mitwirkender der Internationalen Altenberger Orgelakademie. Im Jahre 2006 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Im chorischen Bereich reicht das Spektrum von mittelalterlicher Musik bis hin zu Werken unserer Zeit.

Von 1987 bis 2012 leitete er den von ihm gegründeten Chor „Kleiner Chor Köln“ und führte mit ihm zahlreiche a-cappella-Werke aller Epochen sowie kleinbesetzte Chorwerke mit Orchester auf. Seit 2013 leitet Kornelia Kupski den Chor.

Wesentlich größere Chöre stehen ihm mit den Ensembles Oratorienchor Köln und Domkantorei Altenberg zur Verfügung. Damit können Werke in jeder Besetzungsgröße von a cappella bis zum Oratorium realisiert werden. Dabei besteht bei Meisner wie bei der Orgelmusik eine gewisse Neigung zu Monumental-Werken der Romantik, Spätromantik und frühen Moderne.

Anfang Juni 2018 gab Andreas Meisner die Leitung des Oratorienchores Köln ab, um sich zukünftig ganz seinen Aufgaben am Altenberger Dom widmen zu können. Er verabschiedete sich von dem Chor mit einer Aufführung des Requiems von Antonín Dvořák am 26. Mai 2018 in der Kölner Philharmonie.

Zahlreiche CD-Aufnahmen und eine intensive Konzerttätigkeit mit Konzerten in fast allen europäischen Ländern, Israel, Kanada, Neuseeland und den USA zeugen von Meisners hoher musikalischer Kompetenz.

Im pädagogischen Bereich übernahm er – neben zahlreichen Orgelschülern – zeitweise einen Lehrauftrag für Chorleitung an der Kölner Musikhochschule. Tätigkeiten als Herausgeber und Bearbeiter beim Musikverlag Edition Dohr, Köln, runden das Bild eines vielseitigen Musikers ab.

Das Orgelkonzert mit Andreas Meisner findet am Freitag, 25. September, 20.00 Uhr, im Frankfurter Kaiserdom, Domplatz 1, Frankfurt statt. Die Schirmherrschaft hat Hildegard Burkert. Karten sind zum Preis von 13 Euro erhältlich an der Abendkasse, unter Telefon (069)13 40 0 -0 oder unter www.frankfurtticket.de.  

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