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Orgeltrilogie im Frankfurter Dom

Am Freitag, 21. August, 20.00 Uhr, eröffnen Kirsten und Ruben Sturm aus München die diesjährige Orgeltrilogie im Frankfurter Kaiserdom mit Werken von Bach, Rehfeldt, Litaize und Sturm.

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Kirsten und Ruben Sturm
Foto: © Sandra Wolf

Orgelmusik für zwei Orgeln ist nur in wenigen Kirchen darstellbar. Daher ist dieses Teilgebiet der Orgelliteratur eher unbekannt geblieben. Im Rahmen des Konzertes im Frankfurter Dom mit seiner großen Hauptorgel im Südschiff und der Chororgel im Hochchor geben Kirsten und Ruben Sturm mit Gaston Litaizes „Vigile“ ein klangsinnliches und raumfüllendes Beispiel hierfür. 

Zusätzlich treten beide mit den Instrumenten dialogisierend in Erscheinung: Choralvorspiele Johann Sebastian Bachs werden Improvisationen über dieselben Choräle gegenübergestellt. Abschließend vereinen sich Organistin und Organist zur vierhändigen und vierfüßigen Interpretation einer Bearbeitung von Maurice Ravels spektakulärem „Bolero“ an der großen Domorgel zu einem rauschhaften Finale. 

Kirsten Sturm (geb. Thur) erhielt – nach anfänglichem privatem Klavierunterricht – ihre erste musikalische Ausbildung an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt (Klavier und Violine), sowie bei Wolfgang Kleber (Orgel). Anschließend studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei Prof. Martin Lücker, Orgel und bei Prof. Hiroko Maruko, Klavier. Im Jahr 2002 legte sie die Diplom-Prüfung Instrumentalpädagogik Klavier erfolgreich ab, sowie im Jahr 2003 die Examina in Orgel (Künstlerische Diplomprüfung und Instrumentalpädagogik Orgel). Anschließend folgte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik des Saarlandes bei Prof. Wolfgang Rübsam (Konzertreifeprüfung in Orgel, anschließend Solistenklasse).

Wesentliche künstlerische Impulse erhielt sie durch die Teilnahme an internationalen Meisterkursen, u.a. bei Michael Radulescu (Wien), Daniel Roth (Paris), Jean Guillou (Paris), Olivier Latry (Paris), Heinz Wunderlich (Hamburg) und Almut Rössler (Düsseldorf). Im Jahr 1998 gewann sie den 1.Preis des Podium-Musikwettbewerbs in Langen, ein Jahr später ebenfalls den 1.Preis des 1.Internationalen Hermann-Schroeder-Wettbewerbs für Orgel, dem neben zahlreichen Konzerten auch eine Rundfunkaufnahme mit dem SWR folgte. Kirsten Sturm widmet sich einer regen Konzerttätigkeit als Organistin, Pianistin und Kammermusikpartnerin in Deutschland und dem europäischen Ausland.

Von 2006 bis 2010 war Kirsten Sturm Organistin an der kath. Kirche Sancta Familia in Frankfurt und künstlerische Leiterin der dortigen Konzertreihe, die sowohl Orgelkonzerte als auch Kammermusik beinhaltet. Von 2019 bis 2026 war sie als Stiftsorganistin der Stiftskirche Heilig Kreuz sowie der gotischen Liebfrauenkirche in Horb am Neckar tätig. Sie war Kustodin der dortigen Stiftskirchenorgel sowie Initiatorin und künstlerische Leiterin der „Horber Orgeltage“. 

Nach einem Lehrauftrag für Orgel am Bischöflichen Institut für Kirchenmusik des Bistums Mainz war sie von 2010 bis 2023 an der Hochschule für Kirchenmusik der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Dozentin für Orgel, Klavier und Orgelmethodik tätig. Seit 2023 hat Sie einen Lehrauftrag für Orgel und Orgelmethodik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main inne. Von 2023 bis 2026 war Sie zudem Gastprofessorin für Orgel am gleichen Institut im Rahmen einer Professurvertretung.

Als Künstlerin steht sie bei dem renommierten Label NAXOS unter Vertrag (Reger: sämtliche Orgelsuiten, Hindemith: gesamtes Orgelwerk). Bei Ambiente Audio erschien 2022 die Einspielung „Colours of Bach“. Ebenfalls im Jahre 2022 führte Sie das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in einem Konzertzyklus auf. 

Ruben Johannes Sturm wurde 1979 in Speyer am Rhein geboren. Er studierte an der Musikhochschule in Frankfurt/Main Kirchenmusik und künstlerisches Orgelspiel, besuchte zahlreiche Meisterkurse und war Preisträger bei verschiedenen Orgelwettbewerben. 

2008 gewann er den 1. Preis beim renommierten Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“, der zuvor seit 1993 nicht mehr vergeben worden war und auch seither nicht wieder vergeben wurde. Nach dem A-Examen (mit Auszeichnungen in Orgelliteraturspiel und Liturgischem Orgelspiel/Improvisation) arbeitete er vier Jahre lang als Regionalkantor in der Diözese Mainz.

Im Herbst 2009 erfolgte die Berufung in die Bischofsstadt Rottenburg am Neckar, wo er ab 2010 als Domorganist und Professor für Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation/Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik wirkte. Als Prorektor leitete er diese auch im Studienjahr 2013/14 kommissarisch. Zudem war er Künstlerischer Leiter der „Internationalen Rottenburger Orgelkonzerte“ und des „Rottenburger Orgelsommers“ sowie Bischöflicher Orgelsachverständiger der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Im Jahre 2022 wurde er als Domorganist an die Frauenkirche nach München berufen, wo er neben der künstlerischen Leitung der „Sommerlichen Orgelkonzerte im Münchner Dom“ auch die wöchentliche Reihe der „30 Minuten Orgelmusik“ am Freitagnachmittag und andere Konzertformate neu initiiert hat. Zudem ist er für die Betreuung der großen Domorgelanlage mit ihren insgesamt 131 Registern und 10000 Pfeifen zuständig und arbeitet als Orgelsachverständiger für die Erzdiözese München-Freising. Darüber hinaus leitet er eine Orgelimprovisationsklasse an der Hochschule für Musik und Theater in München und widmet sich einer umfangreichen Konzerttätigkeit im In- und Ausland. 

Das Orgelkonzert mit Kirsten und Ruben Sturm findet am Freitag, 21. August, 20.00 Uhr, im Frankfurter Kaiserdom, Domplatz 1, Frankfurt, statt. Die Schirmherrschaft hat Chrstian Wolff. Karten sind zum Preis von 13 Euro erhältlich an der Abendkasse, unter Telefon (069)134040 -0 oder unter www.frankfurtticket.de.  

www.domkonzerte.de