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Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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Orgeltrilogie III mit Dan Zerfaß im Frankfurter Kaiserdom

Wormser Domorganist spielt Werke von Franck, Sweelinck, Langlais und anderen

von Ilse Romahn

(21.07.2022) Am Freitag, 22. Juli, 20.00 Uhr, spielt Dan Zerfaß, Domkantor und Domorganist an St. Peter in Worms und Regionalkantor der Diözese Mainz, im Rahmen der Frankfurter Domkonzerte das letzte Konzert der diesjährigen Orgeltrilogie im Dom St. Bartholomäus. Unter dem Titel „... héroïque ...“ stehen Werke von César Franck, Jan Pieterszoon Sweelinck, Jean Langlais, Marco Enrico Bossi, Joseph Ahrens und Joseph Jongen auf dem Programm.

Dan Zerfaß
Foto: privat
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Es gibt viele Kompositionen, die in ihrem Titel den Zusatz „héroïque“ tragen – so auch einige Werke, die an diesem Abend im Frankfurter Kaiserdom erklingen werden. Diese Stücke erzählen von dramatischem Erleben, von innerem und äußerem Ringen. Auch Heldinnen und Helden gibt es viele – solche, die um große Aufgaben ringen, wie den Frieden in der Welt oder den Erhalt unserer Erde, und solche, die im scheinbar Kleinen Großartiges leisten, wie in der alltäglichen Sorge um andere Menschen oder in der Auseinandersetzung mit den eigenen Nöten.

Dan Zerfaß, geboren 1968, ist seit 1999 Domkantor und Domorganist an St. Peter in Worms und Regionalkantor der Diözese Mainz. Zuvor war er Regionalkantor an St. Bonifatius in Bad Nauheim. Von 1993–1997 hatte er einen Lehrauftrag für Liturgisches Orgelspiel an der Musikhochschule in Karlsruhe und von 2003–2016 einen Lehrauftrag für Orgelliteraturspiel und Orgelmethodik an der Musikhochschule in Mainz. Darüber hinaus arbeitete er bis 2016 in der künstlerischen Leitung der „Internationalen Orgelfestwochen im Kultursommer Rheinland-Pfalz“. Publizistisch ist er bis heute als Autor im Bereich Orgelmusik für die Kirchenmusikzeitschrift „Musica Sacra“ tätig.

Dan Zerfaß war Schüler von Regionalkantor Franz Leinhäuser (Oberwesel). Sein Studium an der Musikhochschule in Frankfurt beendete er 1992 mit dem A-Examen als Kirchenmusiker und 1993 mit dem Konzertexamen als Organist. Prägende Lehrer waren vor allem Edgar Krapp (Orgel), Wolfgang Schäfer (Chor- und Orchesterleitung) und Godehard Joppich (Gregorianik). Meisterkurse bei Daniel Roth, Wolfgang Rübsam und Guy Bovet (Orgel), Egidius Doll, Peter Planyavsky und Theo Brandmüller (Improvisation) sowie Günter Ludwig (Klavier) ergänzten seine Ausbildung.

Bereits im Alter von 13 Jahren hat er seine Konzerttätigkeit begonnen, die ihn inzwischen an viele bedeutende Orgeln Europas geführt hat. Neben Rundfunk- und Fernsehaufnahmen liegen verschiedene CD-Produktionen vor, darunter das gesamte Orgelwerk von Robert Schumann, Chor- und Orgelwerke von Camille Saint-Saëns und ein Komponistenportrait von Petr Eben. Als Frucht seiner jahrelangen liturgischen Praxis sind eine Vielzahl von Intonationen, Orgel-, Bläser- und Chorsätzen von Dan Zerfaß zu Liedern des neuen Gotteslobs bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht worden.

Das Konzert „Orgeltrilogie III“ findet am Freitag, 22. Juli, 20.00 Uhr, im Frankfurter Kaiserdom, Domplatz 1, Frankfurt am Main statt.
Schirmherrin ist Dr. h. c. Petra Roth.

Karten sind bei freier Platzwahl zu einem Preis von 13 Euro erhältlich an der Abendkasse, unter Telefon (069)134040 oder unter www.frankfurtticket.de.

www.domkonzerte.de