Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

Werbung
Werbung

Opernplatz wieder offen

von Ilse Romahn

(11.09.2020) Diese war nach den Vorkommnissen Mitte Juli, bei denen sich teilweise bis zu 3.500 Personen dort zusammenfanden, es zu Ausschreitungen gegenüber der Polizei kam und der Platz erheblich vermüllt wurde, nötig geworden. Für den Bereich des Opernplatzes war daher das Betreten nach 0:00 Uhr nicht mehr gestattet und von 1:00 Uhr bis 5:00 Uhr galt ein Aufenthaltsverbot.

Nach nunmehr sechs Wochen Geltungsdauer ist die seinerzeit in Absprache mit Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und der Landespolizei ergangene Verfügung nicht verlängert worden. Die Durchsetzung der Verfügung übernahmen Landes- und Stadtpolizei unter tatkräftiger Mithilfe des THW, das zur Ausleuchtung des Platzes Flutlichtmasten aufstellte und der FES, die Sonderleerungen der zusätzlichen Mülltonnen vornahm. Für die Stadtpolizei bedeutete dies erneut ein großes Maß an Mehrarbeit, was sich u.a. an folgenden Zahlen erkennen lässt. Insgesamt wurden seitens der größten Abteilung des Ordnungsamtes von über 180 Einsatzkräften fast 1.500 Einsatzstunden geleistet. Es wurden fast 400 Personen kontrolliert und letztendlich fast 300 Verstöße verschiedenster Art festgestellt. 

Die von Stadtrat Markus Frank gewünschte Wirkung ist eingetreten: “Es gab keinerlei Ausschreitungen mehr und exzessive Partys mit tausenden Besuchern und Unmengen an Müll sind nicht mehr vorgekommen. Die Besucherzahlen sind auf ca. 300 zurückgegangen, was sich auch an der stark abnehmen Zahl an Verstößen ablesen lässt. Alle Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass das Gesamtkonzept gegriffen hat. Ich bedanke mich bei der Landespolizei, der FES und dem THW für die gute Zusammenarbeit und bei der Stadtpolizei für die vielen freiwillig übernommenen Dienste. Dies umso mehr, als sie gerade zu Unrecht in die Kritik geraten ist.“ 

Zu dem Mittel des Aufenthaltsverbotes musste gegriffen werden, das jedoch verhältnismäßig und offenbar auch geeignet war, um die Krawalltouristen aus Frankfurt heraus zu halten. Daher wurde in Absprache zwischen dem Polizeipräsidium Frankfurt und dem Dezernat nun festgelegt, dass die Verfügung nicht verlängert wird. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Ordnungskräfte nicht zielgerichtet auf die kommenden Wochenenden vorbereiten und mit einem lageangepassten Kräfteeinsatz präsent sein werden.