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Letzte Aktualisierung: 07.05.2021

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Online-Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg

von Ilse Romahn

(13.04.2021) Am Montag, 19. April, geben Daniel Dudde und Ulrike Vogl Einblicke in die laufenden Forschungen zur Herkunft von Büchern der Frankfurter Universitätsbibliothek. Der Vortrag findet online um 18 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte unter dem Link https://youtu.be/az64VWdCTvY statt.

Widmungen, Unterschriften, Stempel oder Exlibris – sie alle können Hinweise darauf geben, wem ein Buch einst gehörte. Die Frankfurter Universitätsbibliothek beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit jenen Büchern in ihrem Bestand, die möglicherweise geraubt wurden oder von ihren Vorbesitzern verfolgungsbedingt verkauft werden mussten. Dabei muss die besondere Geschichte der Institution berücksichtigt werden. In ihrer heutigen Form ging die Bibliothek aus mehreren Vorgängereinrichtungen hervor: der Stadtbibliothek, der Rothschild‘schen Bibliothek und der Senckenbergischen Bibliothek. In diesen Beständen wurden bereits zahlreiche Bücher von im Nationalsozialismus verfolgten Institutionen und Personen entdeckt.

Dazu gehören auch etliche Bände aus dem „Offenbach Archival Depot“, für die bis dato keine Eigentümer ermittelt werden konnten. Seit Herbst 2020 wird die Herkunft von 80.000 Bänden, die ab 1942 und bis in die 1950er Jahre hinein zur Ergänzung der Verluste erworben wurden, systematisch erforscht. Die Provenienzforscher Dudde und Vogl ziehen in ihrem Vortrag eine erste Zwischenbilanz.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Kulturgüter, Provenienzen und Restitution: aus Frankfurter Museen, Sammlungen und Haushalten“, die die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet. Eine Voranmeldung zum Videovortrag ist nicht erforderlich, das Angebot ist kostenlos. Das Video wird anschließend dauerhaft auf dem Youtube-Kanal der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und dem Kanal des Instituts für Stadtgeschichte verfügbar sein.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite http://www.stadtgeschichte-ffm.de im Internet.  (ffm)