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Letzte Aktualisierung: 29.05.2020

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Offene Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendbüros öffnen wieder

von Ilse Romahn

(15.05.2020) Die harte Zeit für viele Kinder und Jugendliche ist vorbei. Die 17 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und die drei Jugendbüros des Eigenbetriebes der Kommunalen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe öffnen wieder ihre Türen.

Jede Einrichtung hat ein Hygienekonzept erarbeitet und die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergriffen. Kinder, Jugendliche und Eltern können also sicher sein, dass alle Freizeit-, Lern- und Beratungsangebote unter den aktuell geforderten Hygienevorgaben angeboten werden.

„Wir öffnen wieder unsere Türen! Auch wenn wir niemals wirklich weg waren, sind wir alle sehr glücklich, dass wir die Kinder und Jugendlichen wieder in unseren Häusern und auf unseren Abenteuerspielplätzen begrüßen dürfen“, sagt der Leiter des Kinder- und Jugendhauses Eckenheim, Werner Krone, der stellvertretend für die 17 Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und die vier Jugendbüros des Eigenbetriebes spricht. Er hatte regelmäßig Stadtteilbegehungen durchgeführt, um mit seinem Team weiterhin Ansprechpartner für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen im Sozialraum zu sein. Schließlich ist es auch Aufgabe der Kommunalen Einrichtungen, die Entwicklung in den Stadtteilen im Blick zu haben.

Mit dem Bollerwagen durch den Stadtteil, durch ein offenes Fenster, am Tor der Einrichtungen. Einzeln, in kleinen Dreiergruppen oder als Terminvereinbarung mit den Eltern: Der pädagogische Mittagstisch wurde in der Corona-Zeit kurzerhand umfunktioniert in eine To-go-Variante. Mit Lebensmittelpakten bestückt mit Sandwiches, Obst und Getränken und aufsuchenden Angeboten wurden die jungen Menschen nicht allein gelassen.

Aber auch die Hausaufgabenhilfe per Videochat, die Ausmalvorlagen und Rätsel, das Hörer-Quiz am Telefon, die Online-Angebote, die liebevoll gestalteten Ostertüten waren Ideen aus einer ganz eigenen Zeit. „Generell ist es die Stärke der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, flexibel auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Quartier zu reagieren. Und so waren wir von Tag 1 der Schließung der Türen an kreativ und haben den Kontakt zu den Kindern, Jugendlichen und Familien im Stadtteil gehalten. Mit Abstand, klar. Aber mit neuen Ideen und dem unbedingten Wissen, dass es jetzt besonders auf uns ankommt, die Beziehungen zu den Kindern zu Hause zu pflegen. Wir lassen doch die Kinder und Jugendlichen gerade in diesen Zeiten nicht allein“, sagt Christina Göhre vom Kinder- und Jugendhaus/Abenteuerspielplatz Sindlingen.

Der Eigenbetrieb Kommunale Kinder-, Jugend- und Familienhilfe beschäftigt rund 320 Mitarbeiter in den drei Geschäftsbereichen Zentrale Dienstleistungen, Einrichtungen der Jugend- und Erziehungshilfe und Offene Kinder- und Jugendarbeit. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Trägern der freien Jugendhilfe hat der Betrieb die Aufgabe, im Auftrag des Jugend- und Sozialamtes, wie auch im Rahmen der städtischen Jugendhilfeplanung, zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in den Stadtteilen beizutragen, individuelle Problemlagen lindern beziehungsweise lösen zu helfen. 17 Einrichtungen der Offenen Kinder- Jugendarbeit und drei Jugendbüros sind über das Stadtgebiet verteilt. Sie stehen für Freizeit- und Kulturangebote aber auch für Beratung und Unterstützung in allen Lebenslagen zur Verfügung. Darüber hinaus sichern Streetworker die niedrigschwellige Überlebenshilfe für junge Menschen auf der Straße, drei Inobhutnahme-Einrichtungen bieten bei Kindeswohlgefährdungen Säuglingen bis hin zu Jugendlichen Schutz und Versorgung. Zwei Heilpädagogische Tagesgruppen fördern Kinder und unterstützen deren Familien.

Das BVsH stellt die Beratung und Vermittlung sozialer Hilfen für Kinder in der Schnittstelle zwischen Schule und Erziehungshilfe sicher. (ffm)