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Letzte Aktualisierung: 18.01.2021

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Ode an die niederländische Landschaft

von Ilse Romahn

(04.01.2021) Mit einem ganz besonderen Themenjahr wirbt das Niederländische Büro für Tourismus & Convention (NBTC) im Jahr 2021 um Aufmerksamkeit für ein zuweilen vernachlässigtes, aber umso faszinierenderes Thema: In einer Ode an die niederländische Landschaft werden erstmals Natur und Landschaft in den Mittelpunkt gerückt.

Für manchen mag es als Überraschung kommen, doch in den Niederlanden finden sich so viele unterschiedliche Landschaften auf so engem Raum wie kaum irgendwo sonst. Da gibt es keineswegs nur die klassischen holländischen Polderlandschaften mit Kanälen und Windmühlen, sondern genauso die Moorsümpfe Gelderlands, in denen Rothirsche umherstreifen, das Wattenmeer Frieslands, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, oder die Deltalandschaft der Nationalparks mit ihren von Bibern bevölkerten Auen. In Limburg wird das Holland-Klischee durch ein liebliches Hügelland endgültig durchbrochen.

Die niederländische Landschaft war auch von je her eine Inspirationsquelle für Maler und Schriftsteller. So malte Rembrandt Schlittschuhläufer auf den Gewässern vor den Toren von Amsterdam, Ruisdael die Bleichwiesen vor Haarlem, van Gogh die herbe Landschaft Drenthes und Piet Mondrian das Seebad Domburg. Ein besonderer Reiz ergibt sich daraus, dass die Landschaft in den Niederlanden teils von Menschen geschaffen wurde: Eine ganze Provinz – Flevoland – wurde durch Trockenlegung dem Meer abgerungen.

Die Landschaft hält uns auch einen Spiegel vor: Entscheidungen der Vergangenheit beeinflussen die Welt von heute und von morgen. Es geht um die Frage, ob und wie Mensch und Natur miteinander harmonieren können. Künstler und Kunstschaffende werden sich zum Beispiel mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen. Ein ganzes Jahr lang werden in der Ode an die Landschaft Kunstprojekte, Ausstellungen und Exkursionen in den sieben teilnehmenden Provinzen und Partnerorganisationen veranstaltet. Dazu gehören Flevoland, Friesland, Limburg, die Region „Achterhoek“ in der Provinz Gelderland, sechs der insgesamt 21 niederländischen Nationalparks, Nordholland und die sogenannte holländische Wasserlinie, ursprünglich ein unüberwindbarer Verteidigungswall, der sich die Natur zum Verbündeten machte.

Mit dem Themenjahr wolle man 2021 mehr Wissen, Aufmerksamkeit und Würdigung für die niederländische Landschaft generieren, sagt Conrad van Tiggelen, Direktor der Abteilung Strategie und Branding des NBTC: „In diesem Jahr steht bei uns die niederländische Landschaft in all ihren Aspekten im Mittelpunkt: die historischen Geschichten, aber auch der Einfluss des Menschen auf die Natur, die Schönheit der Landschaft, aber auch deren Empfindlichkeit.“

Die offizielle Eröffnung des Themenjahres Ode an die Landschaft findet am Donnerstag, den 18. Februar 2021 statt.