Oberurseler Spendenaufruf für die Stadt Vasylkiv bei Kyjiw
Unter dem Motto „Energie für Vasylkiv“ sammelt Oberursel jetzt offiziell Geld zum Kauf von Powerstations, Wärmezelten und Starlink-Terminals
Seit dem vergangenen Jahr ist Oberursel mit der ukrainischen Stadt Vasylkiv (https://de.wikipedia.org/wiki/Wassylkiw) durch einen Freundschaftsvertrag verbunden. Aus dieser Verbundenheit heraus ruft die Stadt Oberursel jetzt zu Spenden auf.
Foto: Olena Opanasenko
„Wir dürfen nicht vergessen, was dieser Krieg bedeutet: zerstörte Städte, zerrissene Familien und Menschen, die fliehen müssen, um zu überleben. Wir blicken mit Sorge in die Ukraine – und besonders nach Vasylkiv. Die Menschen dort sollen spüren: Oberursel steht an ihrer Seite“, sagt Bürgermeisterin Antje Runge.
Oberursel hat bereits im Sommer mit einer großen Resonanz an Sach- und Geldspenden gezeigt, dass Vasylkiv auf diese neue Städtefreundschaft bauen kann und nicht alleine ist. Im Sommer waren zudem Kinder und Jugendliche aus Vasylkiv zu Gast in Oberursel – für eine Woche Abstand vom Krieg; einige von ihnen haben seit Kriegsbeginn einen Elternteil verloren.
Gerade dieser Winter trifft viele Menschen besonders hart. Gezielte Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur führen zu Ausfällen bei Strom und Heizung; vielerorts fehlen zeitweise auch Wasser und verlässliche Kommunikationsmöglichkeiten. Bei zweistelligen Minusgraden wird Versorgungssicherheit zur Überlebensfrage. Wer kann, sucht Hilfe in Wärmestationen oder Wärmezelten – als Anlaufstellen zum Aufwärmen und für eine warme Mahlzeit.
Die Stadt Oberursel sammelt gemeinsam mit dem Verein für Oberurseler Städtepartnerschaften (VfOS) sowie dem Verein Nasch D.I.M.. Nasch D.I.M. ist ein Verein mit Sitz in Oberursel, gegründet von ukrainischen Frauen, die seit Beginn des Krieges nach Deutschland geflohen sind. Der Verein baut zivilgesellschaftliche Brücken zwischen Deutschland und der Ukraine, schafft Räume für Begegnung und Vertrauen und unterstützt den Aufbau nachhaltiger Netzwerke zwischen beiden Ländern. In Oberursel sind zudem rund 800 Ukrainerinnen und Ukrainer angekommen – nicht freiwillig, aber mit großem Engagement zu Mitbürgerinnen und Mitbürgern geworden.
(Mehr hierzu lesen Sie auch in diesem 'Frankfurt-Live'-Interview mit Dr. Olena Opanasenko, der Vorsitzende des ukrainischen Vereins ‚NaschDim‘ >> https://www.frankfurt-live.com/interkultureller-dialog-ist-ein-zentraler-teil-unserer-arbeit)
Mit den Spenden sollen Powerstations, Wärmezelte und Starlink-Terminals finanziert werden. Powerstations sind kompakte, mobile Stromspeicher, die auch über Solarpanels geladen werden können. Sie ermöglichen es, Handys und Tablets aufzuladen, Lichtquellen anzuschließen und damit ein Mindestmaß an Sicherheit im Alltag zu schaffen. Wärmezelte bieten einen Ort zum Aufwärmen und zur Versorgung. Starlink-Terminals helfen, Kommunikation aufrechtzuerhalten und Hilfe zu koordinieren, wenn Netze ausfallen.
„Unsere Unterstützung ist Ausdruck unserer Werte: menschlich, verantwortungsvoll und konsequent. Ich appelliere an die Oberurselerinnen und Oberurseler: Zeigen wir Haltung und helfen wir gemeinsam – jede Spende zählt. Ich danke allen, die sich engagieren: Ihr Einsatz macht einen konkreten Unterschied“, so Runge.
Jetzt kommt es erneut auf schnelle, praktische Hilfe an: Wärme, Strom und Verbindung zur Außenwelt können im Kriegswinter über Sicherheit entscheiden. Bitte unterstützen Sie den Spendenaufruf. Jede Spende zählt.
So können Sie helfen: Spendenkonto: Stadt Oberursel (Taunus) - Taunus Sparkasse - IBAN: DE65 5125 0000 0007 0015 92 - Verwendungszweck: „Ukraine-Hilfe Powerstations“
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