Oberflächentemperaturen in Teilen der Ostsee wieder bemerkenswert niedrig
Foto: Fernerkundung und Copernicus-Dienste
Der um diese Zeit vorherrschende Ostwind hat das wärmere Oberflächenwasser vor der Küste verdrängt. Damit steigt das deutlich kühlere Wasser aus der Tiefe an die Meeresoberfläche. Trotz der warmen Lufttemperaturen ist das Meer in den Regionen momentan überdurchschnittlich kalt.
Dieses sogenannte Auftriebsereignis mit bemerkenswert starkem Abfall der Oberflächentemperaturen entlang der Küste haben operationelle Ozeanmodelle des BSH vorhergesagt. Operationell am BSH erhobene Fernerkundungsdaten und Aufzeichnungen der Messstation „Darsser Schwelle“ des BSH haben das Modell bestätigt.
„Darsser Schwelle“ ist eine der 11 begehbaren Plattformen des Messnetzes automatischer registrierender Stationen in der deutschen Bucht und der westlichen Ostsee. Sie erfasst unter anderem meteorologische Daten wie Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie ozeanographische Daten wie Wassertemperatur und Salzgehalt in sechs Wassertiefen. Sie überwacht insbesondere den Wasser-Austausch zwischen Nordsee und Ostsee. Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung betreibt die Station im Auftrag des BSH, um insbesondere Extremereignisse zu erfassen. Die an der Station gewonnene Langzeit-Datenreihe hat national und international eine große Bedeutung vor allem bei der Erfassung von Einstromereignissen in die Ostsee.
Die Überwachung des Zustandes von Nordsee und Ostsee und ihrer räumlichen und zeitlichen Veränderungen ist ein Schwerpunkt der umfangreichen meereskundlichen Aufgaben des BSH. Um den aktuellen Zustand von Nordsee und Ostsee ganzheitlich erfassen zu können, analysiert das BSH operationell Fernerkundungsdaten, sammelt Vor-Ort Messungen (auch Insitu-Messungen genannt) und erstellt Modellvorhersagen,
Weitere Informationen und Hinweis auf weitergehende Quellen: www.bsh.de
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