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Letzte Aktualisierung: 16.04.2021

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OB Feldmann: ‚Der interkommunale Austausch ist mehr als schmuckes Beiwerk‘

von Ilse Romahn

(04.03.2021) Sie sind das Fundament unserer internationalen Beziehungen – die Freundschaften zwischen deutschen Städten und Metropolen auf der ganzen Welt. Über den Ausbau dieses Netzwerkes hat sich Oberbürgermeister Peter Feldmann bei einem Besuch in Marburg mit seinem dortigen Amtskollegen Thomas Spies verständigt.

Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies und Oberbürgermeister Peter Feldmann vor dem Rathaus in Marburg
Foto: Stadt Frankfurt
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Das Frankfurter Stadtoberhaupt setzt sich insbesondere angesichts der Corona-Pandemie für den Erhalt und Ausbau der interkommunalen Beziehungen ein.

Feldmann sagte: „Networking ist in einer globalisierten Welt auch für Städte Pflicht. Gerade in Zeiten wie diesen sind funktionierende Beziehungen auf kommunaler Arbeitsebene ein Akt praktizierter internationaler Solidarität.“ Daher sei es wichtig, die Kräfte regional zu bündeln. Hier könnten Frankfurt und Marburg als bedeutende Wissenschaftsstandorte ihr gemeinsames Gewicht in die Waagschale legen. „Beide Städte verfügen über bedeutende Einrichtungen. Hinzu kommen Frankfurts besonders gewachsene Beziehungen zu Frankreich. Hierzu habe ich mich mit Oberbürgermeister Spies intensiv ausgetauscht“, sagte Feldmann.

Frankfurt ist mit der Großstadt Lyon im Departement Rhône-Alpes und der Kommune Deuil-La-Barre im Großraum Paris seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden. Es bestehen Beziehungen auf kultureller, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und persönlicher Ebene. „Es sind die Verständigungen im Kleinen, die Türen öffnen und den besonderen Wert interkommunaler Zusammenarbeit verkörpern“, erklärt Feldmann. „Hier sind viele Win-Win-Situationen für Marburg und Frankfurt denkbar“, sagte der Oberbürgermeister der Mainmetropole.

Oberbürgermeister Feldmann setzt sich seit für den Ausbau von Städtepartnerschaften im vernetzten Rahmen ein. Hierzu führte er kürzlich ein ausführliches Gespräch mit Außenminister Heiko Maas in Berlin und stellte ein achtseitiges Papier der Stadt Frankfurt zu diesem Thema vor. „Der zivilgesellschaftliche Austausch ist mehr als schmuckes Beiwerk. Er füllt universelle, unteilbare Werte - die zu Recht Richtschnur unseres Handelns sind – mit Leben. Das erleben wir während der Corona-Pandemie. Daher bedarf es der Vernetzung aller relevanten Akteure“, betonte das Frankfurter Stadtoberhaupt. (ffm)