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Letzte Aktualisierung: 17.06.2024

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OB besucht die Partnerstadt Tel Aviv-Yafo

von Ilse Romahn

(10.06.2024) Von Freitag, 7., bis Montag, 10. Juni, besucht Oberbürgermeister Mike Josef gemeinsam mit einer Delegation Frankfurts die israelische Partnerstadt Tel Aviv-Yafo. Frankfurt und Tel Aviv-Yafo haben seit 1980 eine Städtefreundschaft. Beide Städte verbindet eine enge Partnerschaft, die insbesondere das kulturelle Leben bereichert.

Trotz der aktuellen Lage finden regelmäßig Austausche statt. Erst im April waren Jugendliche aus Israel in Frankfurt an der Carl-von-Weinberg-Schule zu Besuch, im Juni zudem Fachkräfte im Rahmen des Fachkräfteaustauschs, der seit vielen Jahren vom Kommunalen Jugendbildungswerk in Frankfurt organisiert wird.
 
Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister reisen Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg, Eileen O`Sullivan, Dezernentin für Internationales, die stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher und -vorsteherinnen sowie Handels- und Wirtschaftsvertretende.
 
Oberbürgermeister Josef sagt: „Mit dem Besuch wollen wir zeigen: Wir stehen an der Seite unserer Partnerstadt. Gerade jetzt ist es notwendig, dass unsere Städte zusammenstehen und wir miteinander im Gespräch bleiben. Ich habe unmittelbar nach dem 7. Oktober mit meinem Amtskollegen Ron Huldai gesprochen. Er hat mich gebeten, unsere Partnerstadt nicht zu vergessen. Kein anderer Bürgermeister hat mich in meinem ersten Jahr so tief beeindruckt wie Ron Huldai.“ Josef unterstreicht: „Ich möchte mich mit meinem Bürgermeister-Kollegen austauschen und zuhören. Wir werden dabei die Themen ‚Interkulturelle Zusammenarbeit‘ und ‚Wohnen‘ im Fokus haben, es gibt vieles, was uns als Städte miteinander verbindet.“

Während der Delegationsreise wird es Begegnungen mit Menschen geben, deren Angehörige von der Hamas als Geiseln in den Gaza-Streifen verschleppt wurden.
 
Der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Christoph Rosenbaum sagt in Vertretung der kurzfristig erkrankten Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner: „Im vergangenen November haben wir Ron Huldais Videobotschaft in unserer Stadtverordnetenversammlung gehört und sind nun dankbar für die Gelegenheit, uns in Tel Aviv direkt mit unseren Freunden austauschen zu können, in einer sehr schwierigen Zeit für unsere Partnerstadt. Den Menschen dort gilt unsere Solidarität.“
 
Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg erklärt: „Wie reisen mit einem klaren Auftrag nach Tel Aviv: Die Menschen in unserer Partnerstadt sollen wissen, dass wir voller Solidarität und Mitgefühl in dieser schweren Zeit an ihrer Seite stehen. Und dass wir im Kampf gegen Antisemitismus niemals nachlassen werden. Unsere Botschaft lautet: Nie wieder ist jetzt.“
 
Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Bürger, Digitales und Internationales, betont: „Wir gratulieren Ron Huldai sehr herzlich zur Wiederwahl zum Oberbürgermeister unserer Partnerstadt Tel Aviv. Die Wiederwahl bietet ein kleines Stück Kontinuität in extrem schwierigen Zeiten für alle Menschen, die hier leben. Wir wollen heute nach mehr als 44 Jahren Partnerschaft mit Tel Aviv nicht nur unsere Solidarität aussprechen, sondern vor allem auch Raum für Begegnungen zwischen den Menschen schaffen. Dieser kontinuierliche Austausch ist unschätzbar wichtig – und gewinnt in Kriegs- und Krisenzeiten noch an Bedeutung.“
 
Oberbürgermeister Josef verdeutlicht: „Unsere Städtepartnerschaft ist vor dem Hintergrund des Camp-David-Abkommens entstanden. Wir hoffen alle, dass es Frieden gibt.“ (ffm)