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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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Nominallöhne in Hessen 2019 um 2,3 Prozent gestiegen

von Helmut Poppe

(19.03.2020) Den Beschäftigen bleibt ein reales Lohnplus von 1,0 Prozent. Der Verdienstzuwachs im Dienstleistungsbereich liegt mit 2,5 Prozent über dem Durchschnitt. Teilzeitbeschäftigte dürfen sich über einen höheren Nominallohnzuwachs als Vollzeitbeschäftigte freuen.

Real-Nominallohn_Hessen2019
Foto: StatistikHessen
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Angelernte Arbeitnehmende sowie Beschäftigte in leitender Stellung mit nominalem Lohnzuwachs unter dem Durchschnitt
Der Nominallohnindex in Hessen stieg im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent und damit weniger stark als im Jahr 2018. Das teilt das Hessische Statistische Landesamt auf Grundlage der Vierteljährlichen Verdiensterhebung mit. In den Jahren 2018 und 2017 waren die Nominallöhne um je 2,9 Prozent gestiegen. Nach Abzug des Kaufkraftverlustes durch den Anstieg der Verbraucherpreise um 1,3 Prozent blieb allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Hessen im Durchschnitt im Jahr 2019 ein reales Lohnplus von rund 1,0 Prozent. Der Reallohnindex stieg damit in Hessen im siebten Jahr in Folge.

Im Dienstleistungsbereich fiel der nominale Verdienstzuwachs im Jahr 2019 mit 2,5 Prozent überdurchschnittlich hoch aus. Die Beschäftigten im Bereich des Produzierenden Gewerbes verdienten 2,1 Prozent mehr als 2018. Bei Teilzeitbeschäftigen lagen die durchschnittlichen Nominallohnzuwächse mit 3,2 Prozent höher als bei Vollzeitbeschäftigen; für diese erhöhten sich die Nominallöhne im Schnitt um 2,2 Prozent.

Angelernte Arbeitnehmende hatten im Jahr 2019 mit 1,8 Prozent im Vergleich zu den übrigen Beschäftigtengruppen die geringsten nominalen Lohnzuwächse. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung stiegen die Nominallöhne mit 1,9 Prozent (2018: 2,6 Prozent) ebenfalls unterdurchschnittlich. Ungelernte Arbeitnehmende verdienten 2,5 Prozent, Fachkräfte 2,7 Prozent mehr als 2018.

Methodische Hinweise

Der Nominallohnindex bildet die Veränderung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe sowie im Dienstleistungsbereich ab. Er erfasst die Verdienstentwicklung bei gleicher Beschäftigtenstruktur wie im Vorjahr. Der Reallohnindex stellt die Veränderung der Verdienste der Preisentwicklung gegenüber. Er gibt somit Hinweise zur Entwicklung der Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (HSL)