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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019

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Nicht jede Allergie ist bekannt

„Das PatientenForum“ weist auf nicht alltägliche Ursachen hin

von Norbert Dörholt

(20.11.2019) Hausstaub, Pollen und Tierhaare: Was den einen buchstäblich nicht juckt, sorgt bei anderen für quälende allergische Reaktionen. Es gibt aber auch Auslöser, die unentdeckt bleiben, weil sie nicht so bekannt oder alltäglich sind. Dazu gehören z.B. Wolle und rotes Fleisch, wie der Präsident des 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverbandes für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V., Manfred Pfeiffer, in Mainz erklärt.

Manfred Pfeiffer, Präsident des PatientenForum e.V., warnt vor nicht alltäglichen Ursachen für Allergien.
Foto: Pressesstelle Bundesverband für Patienten- und Versicherteninteressen e.V.
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Pfeiffer bezieht sich im neuesten Infoblatt des PatientenForums „Aufgepasst & Hergehört“ auf die „Neue Apotheken Illustrierte“. Diese schildert, dass es gegen gereinigte und ungefärbte Schafswolle zwar keine bekannte Allergie gebe, wohl aber gegen sogenannte Wollwaschalkohole. Die auch als Lanolin bekannte Substanz ist in der Wolle enthalten und sorgt beim Schaf dafür, dass dessen Haarkleid wasserabweisend ist.

Lanolin befinde sich zwar eher selten in Pullis, so Pfeiffer, werde aber in medizinischen und kosmetischen Produkten wie Cremes und Salben verwendet. Bei Betroffenen löse die Substanz meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Kontakt Rötungen, Juckreiz und Ekzeme aus.

Auch rotes Fleisch könne allergische Reaktionen verursachen. Es enthält das Zuckermolekül Alpha-Galactose, auch Alpha-Gal genannt. Tückisch dabei ist, dass Symptome wie Rötungen, Atemnot, Schwindel und Übelkeit erst einige Stunden nach dem Verzehr auftreten. Die Allergie wird deshalb häufig nicht oder erst spät durch einen Bluttest erkannt. Betroffene sollten den Auslöser meiden. Pfeiffer: „Bei Kontaktallergien können Gele helfen, die Antihistaminika enthalten und kühlend wirken. Es können auch Kortison-Cremes, Sprays und Tabletten angewendet werden.“