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Letzte Aktualisierung: 05.08.2020

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Neuland Digitalisierung

Museum für Kommunikation mit Programm 2020

von Karl-Heinz Stier

(15.01.2020) 2020 geht das Museum für Kommunikation wieder auf Entdeckungstour. Zwei große Ausstellungsobjekte widmen sich aktuellen Gegenwarts– bzw. Zukunftsthemen im Lebensalltag oder der Gestaltung von Visionen.

Bildergalerie
Plakat für die Groß-Ausstellung „#neuland“ ab 26.3.2020
Foto: Karl-Heinz Stier
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Ausstellung „Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis“ am 6. Mai
Foto: Karl-Heinz Stier
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Ausstellung "Briefe ohne Unterschrift. DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio“ am 12. November
Foto: Karl-Heinz Stier
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Erläutert wurde das neue Programm von(v.l.n.r.:) den Objektleitern Carolin Dörr (nicht im Bild), Tine Nowak, Direktor Helmut Gold, Dr. Corinna Engel und Regina Hock (Presse)
Foto: Karl-Heinz Stier
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So die Ausstellung „#neuland. Ich, wir & die Digitalisierung“ – eine Kooperation der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und der Nemetschek Stiftung.

Sie fragt, wie wir miteinander kommunizieren. Wer sind die Menschen hinter den Profilen, denen man in den sogenannten „sozialen Netzwerken“ begegnet? Wo finden wir neue Wissens- und Informationsquellen? Wie beeinflusst die Digitalisierung Beziehungen und Freundschaften? Schließlich ist ja im Spannungsfeld zwischen Freiheit gestalten und dem Verschwinden von bisher Vertrauten das digitale Leben mit Herausforderungen für Individuen und Gesellschaft verbunden. (26. März bis 30. August).

Eine weitere Ausstellung nennt sich „Back to Future. Technikvisionen zwischen Science-Fiction und Realität“ (1. Oktober 2020 bis August 2021) – ein Blick in die Geschichte historischer Visionen, die kreative VordenkerInnen im 19. Jahrhundert entwickelt haben. Sie träumten von fliegenden Autos, von Städten im All und Lebenswelten unter Wasser. Sie sagten Bildtelefone in der Westentasche voraus und erdachten Zeitmaschinen, um in die Zukunft zu reisen. In Illustrationen und Romanen, auf Postkarten und in Filmen entwarfen sie Bilder, in denen sich Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und Einwände der jeweiligen Zeit ausdrückten. Manche Visionen sind selbstverständlicher Alltag geworden, andere haben auf unterhaltsame Weise am Ziel vorbeigeschossen.

Zu dieser gigantischen Realisierung gehört sicherlich die bemannte Mondlandung im Juli 1969. Wie Armstrongs erste Schritte auf dem Mond und die Geschichte des Fernsehens miteinander verknüpft sind, macht die Ausstellung „Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis“ deutlich (6. Mai bis 25.Oktober 2020). 600 Millionen Menschen auf der Erde sahen dem amerikanischen Astronauten live im TV zu, weitere hunderte Millionen verfolgten die Mission von Apollo 11 im Radio. Wie bei keinem anderen Medienereignis greifen hier Kommunikationstechnologie und kommunizierter Gegenstand ineinander. Armstrongs Schritte auf dem Mond und die Geschichte des Fernsehens sind untrennbar miteinander verbunden.

Erwähnenswert unter anderen Ausstellungsthemen ist noch die Präsentation „Briefe ohne Unterschrift. DDR-Geschichte(n) auf BBC-Radio“. Ein bis dato unbekanntes Kapitel der DDR-Kommunikationsgeschichte. Jeden Freitag wurden vom German Service der BBC anonym aus der DDR eingeschickte Briefe vorgelesen. 40 000 Briefe aus den BBC-Archiven sind ein brisanter Archivsatz, der erstmals öffentlich zugänglich gemacht wird (12.November 2020 bis 2021).

In einem Rückblick auf das Jahr 2019 bescheinigte Direktor Helmut Gold seinem Museum eine positive Bilanz. „Besonders beachtlich waren große Zugewinne bei Schulklassen und Gruppen (insgesamt 32 575 ein Plus von 7 000). Davon besuchten fast 80 % Workshops und Führungen, was für die Attraktivität unserer Angebote spricht.“ Insgesamt lagen die Besuchszahlen mit rund 112 500 auf Vorjahresniveau.

Mehr über Ausstellungen; Projekte und weitere Aktivitäten 2020 unter Tel.: (069)60600 oder e-mail: mfk-frankfurt@mspt.de oder www.mfk-frankfurt.de.

Das Museum im Schaumainkai 53, 60596 Frankfurt wird getragen von der Deutschen Post und der Deutschen Telekom.