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Letzte Aktualisierung: 28.01.2020

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Neujahrsgrußwort von Oberbürgermeister Peter Feldmann

von Ilse Romahn

(30.12.2019) Liebe Frankfurterinnen und Frankfurter, Sie merken und sehen es jeden Tag, wenn Sie aufmerksam durch Frankfurt laufen: Diese Stadt verändert sich.

Es wird gebaut, neue Straßen entstehen, ganze Viertel. Jahr für Jahr ziehen neugierige und spannende Menschen in unsere Stadt. Unsere Stadt – sie soll eine Stadt für alle Menschen bleiben. Niemand darf sich ausgeschlossen fühlen, niemand allein gelassen. Ich finde, das funktioniert in Frankfurt schon ziemlich gut. Warum das so ist, das zeigt ein Blick zurück.

Schon immer in ihrer Geschichte hat sich unsere Stadt neu erfunden – weil sie neue Ideen zugelassen hat und Bürger rasch aufgenommen und integriert hat. Gerade durch ihre Rolle als Handelsmetropole konnte Frankfurt jene Stadt werden, aus der schlussendlich die erste deutsche Demokratie erwuchs. Mit der Paulskirche als ihrem Monument. Deswegen wollen wir die Sanierung dieses Gebäudes mitten in der Stadt nun mit Verve vorantreiben – mit großer Unterstützung des Bundes.

Es geht nicht bloß darum, ein Bauwerk zu erhalten. Sondern seinen Geist weiterzupflegen. Wir wollen die Demokratie stärken, gerade in Zeiten, in denen menschenfeindliche Ideologien von Rechtsextremen in den Parlamenten und in der Öffentlichkeit verankert werden sollen. Daher ist das an der Paulskirche geplante Demokratiezentrum auch ein klares Bekenntnis: Frankfurt sagt „Ja“ zur Demokratie und „Nein“ zu Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit.

Wir sind stolz auf unsere Tradition, sogar auf die vielen Demonstrationen, die unsere Stadt auch 2019 wieder zur Demokratie-Hauptstadt gemacht haben dürften – und die ganz real etwas verändern. So wurde ein umfangreiches Paket geschnürt, um den Klimawandel einzudämmen. Und zusammen mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern des Radentscheids wurde das größte Investitionsprogramm in den Fahrradverkehr in Frankfurt auf den Weg gebracht.

Wir arbeiten außerdem daran, die Stadt nicht nur lebenswerter zu machen – sondern alle daran teilhaben zu lassen. Mit kostenlosen Kindergärten, seit Februar mit einem kostenlosen Eintritt in Schwimmbäder für Kinder und Jugendliche, mit günstigeren Fahrpreisen, mit einem Seniorenticket und einem Mietenstopp bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften soll Frankfurt nicht nur lebenswerter werden, sondern vor allem bezahlbar. Im kommenden Jahr gibt es mit dem Kultur- und Freizeitticket und kostenfreiem Eintritt für Kinder und Jugendliche in den Zoo, Senckenberg und alle städtischen und die meisten privaten Museen einen weiteren Baustein. Und: Geht es nach uns, sollen Kinder und Jugendliche mehr Mitspracherecht bei den Entscheidungen ihrer Stadt bekommen – mit einem eigenen Parlament.

Diese Stadt verändert sich. Sie verändert sich zum Guten. Weil sie viele Menschen beherbergt, die sich einsetzen, die sich engagieren, die nicht resignieren, sondern es besser machen wollen. Das könnte ein Vorsatz für 2020 sein: Frankfurt noch besser machen. Mit Ihrer Hilfe schaffen wir das bestimmt. Dass Sie sich im zurückliegenden Jahr so beherzt für Ihre Stadt eingesetzt haben, dafür möchte ich Ihnen im Namen der Stadt Frankfurt danken.

Ich wünsche Ihnen zum neuen Jahr alles Gute und viel Erfolg - auf ein Jahr mit vielerlei positiven Veränderungen!

Oberbürgermeister Peter Feldmann