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Letzte Aktualisierung: 07.02.2023

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Neujahrsempfang der FDP Main-Taunus

von Helmut Poppe

(24.01.2023) Am vergangenen Freitag den 20.01.2023 feierte die FDP Main-Taunus das erste Mal seit Pandemiebeginn ihren Neujahresempfang in voller Präsenz und ehrte zugleich ihre langjährigen Mitglieder. Themen des Abends waren: Relevanz der Ausbildung, Finanzplatz Frankfurt, eher Meister als Master.

Foto v.l.n.r.: - Dr. Marcel Wölfle, Kreisvorsitzender - Dr. Volker Leonhard - Elias Shieh, Kreisgeschäftsführer und Landtagskandidat Main-Taunus I, WK 32 - Armin Ickstadt - Dr. Stefan Naas MdL, Spitzenkandidat der FDP Hessen zur Landtagswahl - Michaela Schwarz, stellv. Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin Main-Taunus II, WK 33 - Dr. Wolfgang Tischler, Vorsitzender der Liberalen Senioren Hessen - Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger MdB
Foto: FDP-MTK
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Neben der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Dr. Marcel Wölfle redeten die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger MdB, der Spitzenkandidat der FDP zur hessischen Landtagswahl am 08.10.2023, Dr. Stefan Naas MdL sowie die Direktkandidaten der FDP Main-Taunus, Elias Shieh (Wahlkreis 32, Main-Taunus I) und Michaela Schwarz (Wahlkreis 33, Main-Taunus II).Unter den c.a. 120 Gästen fanden sich auch Kreistagsvorsitzende Susanne Fritsch (CDU), Landrat Michael Cyriax (CDU), Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP) und Marion Schardt-Sauer MdL (FDP).

Elias Shieh thematisierte in seinem Beitrag die Relevanz der Ausbildung. Nach Shieh sei der Begriff „Fachkräftemangel“ falsch, da es sich bei näherer Betrachtung zeige, dass nicht nur Fachkräfte fehlten. Es handele sich um einen allumfassenden „Arbeitskräftemangel“. Insbesondere Schülerinnen und Schüler müssten sachgerecht auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet werden. Dies sei mit der derzeitigen Aufteilung der Zuständigkeiten
zwischen Bund, Land und Kreis nicht möglich, da stets Verantwortung von A nach B geschoben würde. Zusätzlich könne es nicht sein, dass im Jahr 2023 ein bayrisches oder hessisches Abitur faktisch mehr Wert sei, als eines aus Berlin oder Brandenburg. Seiner Auffassung nach helfe nur bundesweite Standardisierung in der Bildung, wie etwa in MINTFächern. Dies habe die Übertragung von mehr Kompetenzen auf den Bund zur Folge. Ferner sprach Shieh über die stetig wachsende Verwaltung und stellte das Ausbleiben ihrer Effizienz gegenüber. „Hessen braucht keinen wachsenden Staatsapparat, welchen die Bürger im Alltag lediglich durch ihre höheren Steuerabgaben spüren. Wir brauchen eine wachsende Wirtschaft, nicht mehr und mehr Angestellte beim Staat.“

Michaela Schwarz, welche eine Führungsposition in einer Frankfurter Bank innehat, stellte den Frankfurter Finanzplatz in den Fokus. Frankfurt stärke die hessische Wirtschaft in außerordentlichem Maße, wovon insbesondere auch die Ballungsgebiete, wie etwa der Main-Taunus-Kreis profitierten. Als Landtagskandidatin möchte sie sich für eine nachhaltige und transparente wirtschaftliche Stärkung des Frankfurter Raumes einsetzen. Laut Schwarz würde es ebenfalls in der Finanzwirtschaft an Personal mangeln. Um den hessischen Wohlstand nachhaltig zu sichern, müsse hier mehr getan werden, insbesondere in der Digitalisierung. „Durch den demographischen Wandel werden Arbeitsplätze frei oder fallen weg. Wir können und müssen diese Folgen durch den stetigen Ausbau der Digitalisierung abfedern.“

Dr. Stefan Naas MdL thematisierte die nicht erfüllten Versprechen der schwarz-grünen Landesregierung. Insbesondere kritisierte er den Hessischen Wirtschaftsminister Tarek AlWazir (Grüne). Ob sein bewusstes Fehlen beim Spatenstich zum Frankfurter Terminal 3, einer der Lebensadern der Hessischen Wirtschaft, die Abwanderung der IAA, der wichtigsten Messe Hessens, nach München oder, dass in den letzten neun Jahren durch Al-Wazirs Ressort keine 40 km Radwege und keine 4 km Schiene in Hessen gebaut wurden. Ferner stellte Dr. Naas die Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung heraus. Hessen müsse sich endlich besinnen und dem Meister mindestens den gleichen Wert wie dem Master einräumen. Ein simpler Vorschlag sei die Meisterprüfung kostenlos anzubieten. Das Handwerk und die berufliche Ausbildung sei ein immanenter Pfeiler des hessischen Wohlstandes. „Bei manchen Rechnungen kommen auf einen hessischen Metzger 45 Betriebswirte. Da fragt man sich, ob der Meister inzwischen sogar nicht mehr wert ist, als
der Master. Ich will nicht nur Aufbackbrötchen oder Wurst von Wilhelm Brandenburg essen.“

Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger MdB arbeitete in ihrem Grußwort die immer deutlicher werdenden Erfolge der FDP in der Bundesregierung heraus, wie etwa das umfassende Abschaffen der Maskenpflicht, die BAföG-Reform oder die anstehende jährliche Bildungsmilliarde, um aktuell bis 4000 Schulen in strukturschwächeren Regionen mit hohem Anteil an sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu fördern. Kreisvorsitzender Dr. Marcel Wölfle ehrte zum Schluss die langjährigen Mitglieder der FDP Main-Taunus. Herr Dr. Volker Leonhard aus Kriftel wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Herr Armin Ickstadt aus Sulzbach, Gründungsmitglied der FDP Eppstein, für seine 50 -jährige und der ehemalige Deutschbanker und Vorsitzende der Liberalen Senioren Hessen, Dr. Wolfgang Tischler, für seine 60-jährige Mitgliedschaft. (HP/ESh)