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Letzte Aktualisierung: 21.01.2022

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Neuigkeiten über den Hund Berganza!

Kunstverein Offenbach zeigt Werke von C. U. Frank

von Karl-Heinz Stier

(04.01.2022) Diesmal hat der Kunstverein eine Künstlerin mit einer bemerkenswerten Vita zu Gast. C.U. Frank gestaltet seit vielen Jahren in Düsseldorf ihre großformatigen Werke. Sie bewegen sich im Feld zwischen konzeptioneller Malerei und Objekt. Dabei bedient sie sich des herkömmlichen Tafelbildes. Nach dessen Bearbeitung kehrt sie die Schauseite der Wand zu.

Work in Progress - eine großformatige 15 teilige Bodeninstallation von C.U.Frank
Foto: Kunstverein Offenbach
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Inspiriert durch ihre konzeptionelle Ausbildung bei Prof. Bruno Paulot an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, später beeinflusst durch Künstler wie Lucio Fontanas geschlitzte Leinwände, Giulio Paolinis leere Rahmen und den Baselitz’schen Auf-Kopf-Stellungen, erkennt sie ihren eigenen künstlerischen Weg im Umgang mit der Malerei.C. U. Frank: „Das Bild wird im Moment einer erweiterten Bewegung von mir umgewandelt in ein Zeichen, was mir ermöglicht, den visionären Aspekt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu thematisieren.“ Die aktuelle Ausstellung zeigt ausgewählte ältere und neuere Werke. 

Im Kunstverein Offenbach zeigt die Künstlerin unter anderem die 3-teilige interaktive Wandinstallation "Nachricht von den neuesten Schicksalen des Hundes Berganza". Sie ist inspiriert durch die Novelle des Dichters E.T.A. Hoffmann. Der vor dem Kunstwerk platzierte Stuhl lädt Besucher und Besucherinnen ein, sich darauf niederzulassen und einzutauchen in das Heute, das Leben, das Weltgeschehen, die Kunst, Probleme der Zeit oder in sich selbst.

Zu sehen ist weiter "Work In Progress", eine großformatige 15-teilige Bodeninstallation sowie u. a. "South West North East", eine konzeptionelle, politisch-aktuelle Arbeit. Sie beruht auf dem 2019 veröffentlichten Bericht der Organisation „Reporter ohne Grenzen“, mit den Namen jener Menschen, die in Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit im Jahr 2018 zu Tode kamen: International tätige Reporterinnen und Reporter, Filmschaffende, Kameraleute und Blogger - Frauen und Männer, die aufgrund ihrer Suche nach Hintergründen den ungeliebten Wahrheiten möglicherweise zu nahe gekommen waren. Insgesamt 81 Namen mit Länder- und Datumsangaben sind Basis der insgesamt elf Arbeiten dieses Projektes.

Die Ausstellung im Ausstellungsraum des Kunstvereins Offenbach im KOMM-Center am Aliceplatz ist bei freiem Eintritt ab sofort bis zum 29. Januar zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag, jeweils von 14 Uhr bis 18 Uhr (2G-Regel). Vernissage am 7.1.22 um 18 Uhr.