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Neues zu Darmerkrankungen

Chirurgen des Klinikums Frankfurt Höchst laden zum 9. Frankfurter ColoProktologie Tag (FCPT) am 16./17. November

Immer noch erkranken allein in Deutschland jährlich ca. 70.000 Menschen neu an einer Darmerkrankung, mehr als 20.000 von ihnen versterben an deren Folgen.

Dennoch sind viele Patienten ängstlich und gehemmt, wenn es um die Themen Darm, Stuhl- oder Urinhalteschwäche geht. Symptome wie Durchfälle, Verstopfungen, Harn- und Stuhl-inkontinenzen werden tabuisiert und erst bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht. Die meisten Patienten haben dann schon einen sehr langen Leidensweg hinter sich. Doch dies muss nicht sein. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst, und Priv.-Doz. Dr. med. Thilo Schwandner, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zentrum für Koloproktologie der Asklepios Klinik Lich, findet am Freitag, 16. November 2018, und Samstag, 17. November 2018, der mittlerweile neunte Frankfurter ColoProktologie Tag (FCPT) im Bildungs- und Kulturzentrum BIKUZ (Michael-Stumpf-Straße 2/Gebeschusstraße 6-19, 65929 Frankfurt am Main) statt. Mediziner, Pflegekräfte sowie medizinisches Fachpersonal, die sich mit Erkrankungen rund um den Dick- oder Enddarm befassen, sind herzlich eingeladen, sich über den aktuellsten Stand der Diagnostik sowie Behandlung zu informieren und auszutauschen.

„Ein Patient, der sich in ein zertifiziertes Darmzentrum begibt, weiß, dass er in guten Händen ist. Die Aufgabe eines zertifizierten Zentrums besteht in einer ganzheitlichen, qualitätsgesicherten, evidenz- und leitlinienbasierten Behandlung der Patienten“, so der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner, unter dessen Schirmherrschaft der FCPT auch in diesem Jahr steht. Da der Behandlung von Dick- und Mastdarmkrebs eine besonders hohe Bedeutung zukommt, stehen beim diesjährigen Kongress neben einem umfassenden Proktologie und Kolonkarzinom Update unter anderem die Themen chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), Beckenbodenstörungen, Rektumkarzinom, Mikrobiom bei CED und Reizdarm sowie das Komplikationsmanagement im Fokus. „Gerade moderne Antikörpertherapien sind in der Lage, auch in schwierigen Situationen entzündlicher Darmerkrankungen die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, ebenso wie das moderne chirurgische Vorgehen bei Mast- oder Enddarmerkrankungen“, betont Prof. Schwarzbach.

Die renommierten Experten des 9. FCPT kommen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus Österreich, z.B. aus Bad Soden, Berlin, Frankfurt a.M., Göttingen, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Lich, Mannheim, München, Rostock, Tübingen. Unter ihnen Prof. Dr. med. H. Fritsch, Direktorin der Sektion Klinisch-Funktionelle Anatomie, Universität Innsbruck; Prof. Dr. med. A. Herold, Deutsches End- und Dickdarmzentrum Mannheim; B. Kaltz, Stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V.; Priv. Doz. Dr. med. Th. Schwandner, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Zentrum für Koloproktologie, Asklepios Klinik Lich; Prof. Dr. med. M. Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Klinikum Frankfurt Höchst; Prof. Dr. med. M. Seelig, Chefarzt der Chirurgischen Klinik 1, Main-Taunus-Kliniken.

Die Zertifizierung der Veranstaltung durch die Landesärztekammer Hessen wurde beantragt. Die Teilnahmegebühr für die Tagung beträgt 40 EUR. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung telefonisch unter (069)31062498 oder per E-Mail an chirurgie@KlinikumFrankfurt.de.

Über das Darmkrebszentrum (DKG, DGAV)
Das Darmkrebszentrum Frankfurt Höchst, unter Leitung von Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, und Prof. Dr. med. Hendrik Manner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 2 (Gastroenterologie, interventionelle Endoskopie, Diabetologie und Endokrinologie, Infektiologie, Allgemeine Innere Medizin), ist mit dem Ziel gegründet worden, Patienten eine umfassende Diagnostik und Therapie durch eine enge Zusammenarbeit von verschiedenen medizinischen Fach-richtungen zur Verfügung zu stellen. Im Zentrum arbeiten Chirurgen und Gastroenterologen in einem interdisziplinären Team mit Ärzten der Onkologie, Pathologie, Radiologie, Strahlen-therapie, Urologie etc. eng zusammen. Als unterstützende Therapieangebote stehen den Patienten die Experten der Stomatherapie, der Ernährungsberatung und des psychosozialen Dienstes (Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorge, Familieninformationszentrum Krebs) zur Seite. In wöchentlich stattfindenden prä- und postoperativen Fallkonferenzen werden im Team patientenindividuelle Behandlungskonzepte, basierend auf dem neuesten Stand der Forschung, abgestimmt.

Das Zentrum ist Bestandteil des Tumorzentrums Frankfurt Höchst und als Darmkrebszentrum sowie Viszeralonkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft und als Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie und chirurgische Erkrankungen des Pankreas durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert.us dem Programm: