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Letzte Aktualisierung: 26.11.2022

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Neues städtisches Klimareferat startet zu Jahresbeginn

von Ilse Romahn

(16.11.2022) Am 2. Januar 2023 wird das neu gegründete städtische Klimareferat seine Arbeit aufnehmen. „Damit ist ein wichtiger Schritt der 2019 geschlossenen Klimaallianz geschafft“, sagt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig.

Der kkünftige Leiter des Klimareferates, Hans Georg Dannert. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Stadtplanung und Stadtklimatologie
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Umweltamt
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Im Mai hatte die Stadtverordnetenversammlung mit dem Beschluss § 1650 zum „Klimaneutralen Frankfurt 2035“ die Dezernentin aufgefordert, ein Klimareferat zu gründen: „Die Auswirkungen der globalen Klimakrise sind auch in Frankfurt am Main spür- und sichtbar. Der Schutz des Klimas und die Anpassung an den Klimawandel sind daher eine der größten Herausforderungen der Stadtpolitik in den kommenden Jahren. Das gilt für unsere eigenen Liegenschaften wie für die Stadt insgesamt. Das neue Klimareferat wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Hier werden Konzepte, Projekte und Maßnahmen zum Schutz des Klimas und zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt und gemeinsam mit den Ämtern und Betrieben der Stadt umgesetzt.“
 
Weiter sollen im neuen Referat Fachpläne, Entscheidungsgrundlagen und Förderrichtlinien erarbeitet und realisiert werden. Beratung der Verwaltung, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkkoordination sind weitere Aufgaben der etwa 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das 1990 gegründete Energiereferat wird im neuen Referat integriert.
 
„Mehr als 30 Jahre lang hat das Energiereferat wichtige Impulse zu den Themen Energie, Energieeinsparung und Klimaschutz in der Stadt gegeben. Vieles, wie etwa die Begleitung von Unternehmen beim Umweltmanagementprojekt Ökoprofit, sind längst etablierte Formate. Ich bin froh, dass die erfolgreiche Arbeit des Energiereferates mit seinen erfahrenen Mitarbeitern im neuen Klimareferat weitergeführt wird. Mit dem Leiter des neuen Referates, Hans-Georg Dannert, bekommen wir zudem einen versierten Geographen mit den Schwerpunkten Stadtplanung und Stadtklimatologie, der zugleich viel Erfahrung in der Frankfurter Verwaltung hat“, sagt Heilig.
 
Hans-Georg Dannert war bisher Leiter des Sachgebietes Stadtklima/Klimawandel im Frankfurter Umweltamt. Zu seinen Aufgaben gehörte auch das Klimaförderprogramm „Frankfurt frischt auf“ und die Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels. Auch der Bereich Klimaanpassung mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird Teil des neuen Klimareferates. Seit 2008 leitet Dannert zudem die dezernatsübergreifende Koordinierungsgruppe Klimawandel und vertritt als Vorsitzender im Verein Umweltforum Rhein Main die städtischen Interessen im Bereich der Wirtschaft. Dannert sagt: „Wir stehen vor großen Herausforderungen und ich freue mich, hierzu die beiden Bereiche Klimaschutz und Klimaanpassung in einem engagierten Team zusammenzuführen. Wichtig ist es dabei, in der Stadtverwaltung, aber auch in der Stadtgesellschaft insgesamt, ein konstruktives ‚Wir‘ zu verfolgen. Genau hier möchte ich meine langjährige Berufserfahrung in den unterschiedlichsten Verwaltungsebenen und Netzwerken der Stadt zum Tragen bringen.“
 
In vielen Bereichen der Stadtverwaltung gibt es bereits erfolgreich umgesetzte Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. Sie reichen von der Begrünung und Entsiegelung, der Umrüstung der Lichtquellen auf energiesparende LED-Beleuchtung in eigenen, aber auch angemieteten Liegenschaften, über Müllvermeidung und -trennung, der Bereitstellung von Lastenrädern, Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität bis hin zum Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Liegenschaften und vieles mehr.
 
Klima- und Umweltdezernentin Heilig sagt: „Ziel der Klimaallianz ist der Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Stadt. Frankfurt will hier Vorbild sein und in den eigenen Liegenschaften beispielhaft vorangehen und Emissionen einsparen. Jedes Amt produziert durch seine Tätigkeit CO2-Emissionen, jedes von ihnen kann aber auch einen Beitrag leisten, sie zu vermindern. Nur wenn dies geschieht, kann die Stadt ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.“ (ffm)