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Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

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NEIN zu Gewalt gegen Frauen weltweit

von Ilse Romahn

(24.11.2022) Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Frauendezernentin Heilig prangert frauenfeindliche Staatswillkür und Entrechtung von Frauen und Mädchen in Iran und Afghanistan an.

Körperliche und seelische Verletzungen von Frauen sind weltweiter Alltag. Weltweit wird daher jedes Jahr am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, geschlechtsspezifische Gewalt benannt und sichtbar gemacht.
 
Mit einem Blick über die Grenzen sagt Frauendezernentin Rosemarie Heilig: „Die frauenfeindliche Staatswillkür in Iran und auch die immer weiter fortgesetzte Entrechtung von Frauen und Mädchen in Afghanistan macht wütend, ist erschütternd. Der beeindruckende Widerstand, die Kraft und der Mut der Frauen in Iran zeigen aber auch, wie stark gemeinsames und solidarisches Handeln wirken können. Wir müssen die Rechte auf Frieden, Sicherheit und Freiheit verteidigen und für sie kämpfen – überall auf der Welt. Aber auch hier bei uns. Wir sind solidarisch mit allen, die sich weltweit und auch bei uns für Menschen- und Frauenrechte und für ein gewaltfreies Leben einsetzen.“
 
Wenn auch das Ausmaß der Gewalt in Deutschland ein anderes ist, führen auch hier die strukturellen Machtverhältnisse dazu, dass Frauen nach wie vor Gewalt ausgesetzt sind, am Arbeitsplatz, in der Freizeit und zu Hause. Die aktuellen Zahlen des BKA zeigen: Jede Stunde werden in Deutschland durchschnittlich 13 Frauen Opfer von Gewalt in Partnerschaften. Alle zweieinhalb Tage wird eine Frau durch eine Gewalttat ihres Partners oder Ex-Partners getötet, siehe unter dw.com/de/gewalt-gegen-frauen-nimmt-zu/a-59910257.
 
Gewalt fängt nicht erst bei körperlichen Übergriffen an, sondern zeigt sich auch in finanzieller Abhängigkeit, in digitalem und psychischem Terror. Vieles bleibt im Verborgenen. So weist die Kriminalstatistik nur die angezeigten Fälle aus, demnach wird von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Laut Frankfurter Kriminalstatistik (2021) haben 1297 Frauen und Mädchen häusliche Gewalt zur Anzeige gebracht und 564 Frauen und Mädchen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gemeldet. fünf versuchte Femizide wurden registriert. Das ist nach wie vor ein gesellschaftlicher Skandal, an den der Internationale Aktionstag am 25. November erinnert.
 
Gemeinsam mit dem breit aufgestellten Bündnis Frankfurt für Frauenrechte zeigen Frauendezernat und Frauenreferat Solidarität und protestieren am Freitag, 25. November, um 17 Uhr an der Konstablerwache zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Frauen aus unterschiedlichen Ländern werden zu Wort kommen.
 
Gabriele Wenner, Leiterin des Frauenreferates, weist auf die Angebote in Frankfurt hin: „Frauen, die von Gewalt betroffen sind und Angehörigen steht in Frankfurt ein gutes Hilfs- und Beratungsangebot zur Verfügung. Sie können sich an Beratungsstellen und Frauenhäuser wenden. Hier finden sie Unterstützung bei sexueller, häuslicher und auch digitaler Gewalt, ebenso wie bei Stalking und als Opfer von Menschenhandel.“
 
Beratungsangebote, Aktionen und Veranstaltungen sind auf der Webseite des Frauenreferates unter Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* | Stadt Frankfurt am Main zu finden. (ffm)