NaturFreunde fordern entschiedenen ökologischen Einsatz von der Stadt Frankfurt
Wenn Gesundheitspolitiker raten, nur noch zu kühlen Zeiten nach draußen zu gehen, zeige dies das Ausmaß der Katastrophe und das Scheitern der Politik.
Die Ortsgruppe Frankfurt am Main des Verbandes für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport & Kultur fordert von der Stadt Frankfurt am Main, die Umweltverträglichkeit aller Entscheidungen zu gewährleisten: „Neben Klimaschutz geht es um Boden, Wasser und Biodiversität“, erklärt Heidi Ziehaus. Als Teil des Bündnis Verkehrswende fordern die Frankfurter NaturFreunde für die Verlängerung der U4 einen direkten, also kurzen Lückenschluss zum Botanischen Garten, um den CO2-Ausstoß zu minimieren und das Grundwasser im Grüneburgpark nicht zu gefährden. Die Stadt Frankfurt solle umgehend ihre Beteiligung an der Planung des Fernbahntunnels beenden, der 580.000 Tonnen CO2 ausstoßen und Gelder binden würde, die für den Schienenausbau in der Fläche benötigt werden. Ein überzeugendes Konzept zur Erweiterung des oberirdischen Schienenverkehrs zum Frankfurter Hauptbahnhof liegt bereits vor.
Die Frankfurter NaturFreunde erwarten außerdem von der Stadt, sich entschieden gegen ökologisch unverträgliche landes- und bundespolitische Pläne auszusprechen. „Insbesondere im Verkehrssektor werden die Ziele des Klimaschutzgesetzes gerissen, auch durch Maßnahmen in und um Frankfurt. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Vorhaben zum Neubau und Ausbau von Autobahnen. Hunderte von Bäumen im biodiversen Fechenheimer Wald und im Teufelsbruch müssen geschützt und die geplanten Rodungen für den Riederwaldtunnel /A66 verhindert werden. Die Autobahnen A661, A3 und A5 dürfen nicht ausgebaut werden!“ so die Mitgliederversammlung. „Wir würden Milliarden Euro sparen, die wir für wichtige soziale und ökologische Vorhaben dringend benötigen. Es geht um die globale Zukunft und um die Lebensqualität vor Ort.“
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