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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Nähen lernen für Anfänger

von Bernd Bauschmann

(17.11.2020) Wer heute durch ein Einkaufszentrum schlendert und sich die Schaufenster der Modegeschäfte ansieht, die mehrmals pro Jahr neue Kollektionen heraus bringen, fragt sich, wer dies eigentlich alles kauft und trägt. Tatsächlich ist der Begriff Fast Fashion immer wieder in den Medien zu lesen und auch Diskussionsthema, wenn es um Umwelt und auch Klima geht.

Symbolfoto
Foto: Unsplash / Kris-Atomic
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Anstatt Kleidungsstücke möglichst lange zu tragen, werden viele neuwertige Modeartikel schon wieder weggeworfen, wenn sie vermeintlich aus der Mode kommen. Doch noch schlimmer vernichten sogar die Hersteller und Einzelhändler selbst überschüssige Waren in großen Mengen, die keine Käufer fanden. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch auch ein Gegentrend ab, der aus der DIY-Ecke kommt.

Mode personalisieren und länger tragen
Einige Menschen können sich noch daran erinnern, dass es Zeiten gab, in denen eine andere Perspektive auf Mode herrschte als heute. Wenn Kleidung nicht mehr schön oder zeitgemäß war, wurde sie nicht einfach weggeworfen, sondern verändert oder auch geflickt. Und immer mehr Menschen greifen diesen Geist wieder auf und gehen ähnlich vor. Ein Grund, warum das Nähen auch wieder stark im Trend liegt. Denn wer diese Fertigkeit ein wenig beherrscht, kann nicht nur geliebte Kleidungsstücke flicken und damit länger tragen, sondern sogar noch aufpeppen, indem sie verändert und etwa durch Webetiketten aufgewertet werden.

Erste Schritte: mit welchen Kleidungsstücken man beginnt
Wenn erst einmal Nähzeug besorgt ist, können die ersten Versuche daheim gestartet werden. Selbstverständlich dauert es wie auch bei allen anderen Fähigkeiten ein bisschen, bis der richtige Dreh gefunden ist, aber wer dranbleibt, bei dem stellen sich schon bald die ersten Erfolge ein und die Freude an den ersten Näh-Ergebnissen spornen zum Weitermachen und Weiterüben an. Für die ersten Versuche sollte mit einfachen Kleidungsstücken begonnen werden. Den Gummizug bei einem Rock einzunähen, kann ein erstes Projekt darstellen, aber auch das Verzieren von einfachen Kleidungsstücken wie etwa einer Schürze eignet sich perfekt, um ins Thema Nähen einzutauchen. Einige weitere Ideen für die ersten Schritte finden sich in folgendem Video: https://www.youtube.com/watch?v=JVaG__Vukuo

Webetiketten aufnähen
Ein besonders beliebtes Thema, um mit dem Nähen zu starten, besteht darin, Etiketten auf Kleidungsstücke und verschiedene Stoffartikel zu nähen. Diese können einerseits aufgenäht werden, um damit z.B. entstandene Löcher zu überdecken und die Kleidung damit zu reparieren, aber ebenso auch, um z.B. Sprüche, Motive oder auch Namensschilder anzubringen, damit die Kleidungsstücke aufgewertet und gekennzeichnet werden können. Besonders kreativ wird es dann, wenn Näh-Begeisterte ihre Webetiketten selbst gestalten. Dank Online-Konfigurator lässt sich dabei nicht nur die Farbe des Hintergrundmaterials und die Stoffart auswählen, sodass das Etikett perfekt auf das Kleidungsstück passt, sondern auch ein eigener Text lässt sich gestalten, der auf dem Webetikett aufscheinen soll. Dadurch lassen sich individuelle Sprüche aufbringen, aber auch Symbole in großer Vielfalt stehen zur Verfügung, die aufgebracht werden können. Speziell bei Kleidung für Kinder lassen sich dabei oftmals mehrere verschiedene Etiketten miteinander kombinieren, was für echte Hingucker in Schule und Kindergarten sorgt.

Eine Besonderheit stellen gelochte Etiketten dar. Diese sind an den Rändern mit Löchern ausgestattet, sodass das Anbringen der Webetiketten noch leichter fällt. Eine Variante, die sich vor allem für Näh-Anfängerinnen besonders gut eignet.

Selbst gestaltete Kleidungsstücke schaffen Mehrwert
Sich selbst das Nähen beizubringen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Einerseits handelt es sich dabei um ein schönes Hobby, das Freude macht, andererseits können damit auch kaputte Kleidungsstücke wieder geflickt und somit länger getragen werden. Darüber hinaus wird der Fast Fashion ein Gegenpol entgegengesetzt, sodass sogar die Umwelt geschont werden kann. Denn anstatt bei jedem neuen Modetrend den Kleiderschrank auszumisten, lassen sich vorhandene Kleidungsstücke mit Webetiketten und ähnlichen Stoffmaterialien einfach aufwerten. Besonders interessant ist die Möglichkeit, Etiketten individuell zu gestalten und sogar mit eigenen Texten und auch Symbolen zu versehen. Dies gibt der eigenen Mode einen sehr persönlichen Touch.