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Letzte Aktualisierung: 15.10.2021

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Nachrichten aus Hofheim

von Adolf Albus

(27.09.2021) Bilderbuchzeit: „Die Fledermaus“ *** Ein Theaterabend unter Giftmischerinnen *** Federleicht und melancholisch: Judith Hermann in Hofheim *** Standesamt geschlossen *** Jongleure und Artisten in der Stadthalle *** Weckt die Leselust: Denis Scheck in Hofheim ***

Bilderbuchzeit: „Die Fledermaus“

Wo verstecken sich Fledermäuse, wenn es hell ist? Wie jagen die Flattertiere nachts ihre Beute? Warum hängen sie beim Schlafen mit dem Kopf nach unten? Antworten auf diese Fragen gibt es am Freitag, 1. Oktober, in der Hofheimer Stadtbücherei (Elisabethenstraße 3). Dann wird dort um 15 Uhr das Erzähltheater „Die Fledermaus“ gezeigt. Es eignet sich für Kinder ab vier Jahren. Gebastelt wird auch.

 

Ein Theaterabend unter Giftmischerinnen

Nervenaufreibend geht es am Freitag, 8. Oktober, um 20 Uhr in der Stadthalle zu: Dann gibt es den Psycho-Thriller „Falsche Schlange“ von Alan Ayckbourn zu sehen. Das Ensemble des Tourneetheaters „Thespiskarren“ bietet ein „abgründiges Katz-und-Maus-Spiel um Familiengeheimnisse, alte Geister und viel Geld“, so die Regisseurin und Hauptdarstellerin Gerit Kling.

In dem Drei-Personen-Stück kehrt Anabel in ihre britische Heimat zurück: als Haupterbin des tyrannischen Vaters. Dabei hat ihre jüngere Schwester Miriam den Vater bis zu dessen Tod gepflegt. Doch die Krankenschwester Alice behauptet Ungeheuerliches: Miriam soll ihren Vater ermordet haben. Alice will nicht die Polizei einschalten, verlangt für ihr Stillschweigen jedoch hunderttausend Pfund. Weder Annabel noch Miriam sind zur Zahlung bereit. Stattdessen verbünden sich die ungleichen Schwestern gegen die Erpresserin. Wie praktisch, dass Miriam sich mit Giften so hervorragend auskennt.

Karten gibt es zum Preis von 24,30 Euro in allen Vorverkaufsstellen von Reservix, unter www.reservix.de und per Telefon unter (01806)700 733, außerdem in Hofheim bei Cartridge World in der Hauptstraße 7. Veranstalter ist die Stadt Hofheim mit Unterstützung der Taunus-Sparkasse. Die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein („3G“) und bis zum Einnehmen ihres Platzes Maske tragen.

 

Federleicht und melancholisch: Judith Hermann in Hofheim

Am Freitag, 22. Oktober, ist die Schriftstellerin Judith Hermann um 20 Uhr zu Gast in der Hofheimer Stadthalle. Sie liest aus ihrem neuen Roman „Daheim“ vor. Der zeichnet sich durch einen »tänzelnden, federleichten und doch melancholischen Ton« aus, so der Literaturkritiker Uwe Wittstock.

Die Hauptfigur des Romans lässt nach dem Auszug der gemeinsamen Tochter ihren Mann in der Stadt zurück und bezieht ein kleines Haus am Rand eines norddeutschen Küstendorfes. Sie jobbt und knüpft Bekanntschaft mit skurrilen Figuren, die bei aller Differenz gemeinsame Berührungspunkte finden. Die Autorin erzählt von einem ländlichen Daheim, ohne die Zumutungen des Ländlichen auszulassen.

Berühmt geworden war Judith Hermann 1998 mit dem Erzählband „Sommerhaus, später“. Diesem Debüt folgten mehrere Erzählbände, die zum Teil auch fürs Kino verfilmt wurden. „Daheim“ ist Judith Hermanns zweiter Roman. Er wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 nominiert. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

Veranstaltet wird die Lesung vom Kunstverein Hofheim in Kooperation mit der Stadtbücherei Hofheim. Die Veranstaltung ist Teil des Literaturfestivals Leseland Hessen. Karten gibt es nur im Vorverkauf. Sie kosten 10 Euro, für Vereinsmitglieder 8 Euro. Jugendliche bis 18 Jahren haben bei vorheriger Anmeldung freien Eintritt. Anmeldung und Kartenverkauf sind online möglich über www.kunstvereinhofheim.de, außerdem in den Hofheimer Buchhandlungen Tolksdorf und Altes Rathaus. Die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft, getestet oder genesen sein („3G“) und einen entsprechenden Nachweis mitbringen. Bis zur Einnahme des Platzes gilt die Maskenpflicht.

 

Standesamt geschlossen

Das Standesamt im Hofheimer Rathaus ist am Mittwochvormittag, 29. September, wegen einer Fortbildung geschlossen und auch telefonisch nicht erreichbar. Ab 13 Uhr sind die Mitarbeiter wieder per Telefon zu sprechen; geöffnet ist das Standesamt wieder am Donnerstag, 30. September.

 

 Jongleure und Artisten in der Stadthalle

Zum Varieté verwandelt sich die Stadthalle am Donnerstag, 7. Oktober, um 20 Uhr. Dort kann man die Artistengruppe „Varietéspektakel“ erleben: mit „poetischer Jonglage, tollkühner Artistik und geistreicher Comedy“, so Stephan Masur, der Initiator des Varietés. Die Gruppe wurde vor 15 Jahren gegründet. Seitdem tritt sie jeden Sommer im „Senftöpfchen“ in Köln und im „Pantheon“ in Bonn auf, bevor es im Herbst auf Deutschlandtournee geht. „Die Artisten sind bekannt für ihre mitreißenden Auftritte“, erläutert Bürgermeister Christian Vogt. „Ein bisschen Zirkusatmosphäre und Magie können wir in diesem Herbst gut gebrauchen.“

Karten für das Gastspiel in Hofheim gibt es unter www.reservix.de und per Telefon unter (01806)700733 sowie in folgenden Vorverkaufsstellen: Cartridge World in Hofheim (Hauptstraße 7), Ticketsnapper im MTZ (Shop 89 gegenüber dem Kinopolis) und Sport Göttert in Sulzbach (Hauptstraße 109 b). Die Karten kosten 24,30 Euro, an der Abendkasse 26 Euro. Veranstalter ist die Stadt Hofheim. Die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft, genesen oder getestet sein („3G“) und bis zum Einnehmen ihres Platzes Maske tragen.

 

Weckt die Leselust: Denis Scheck in Hofheim

Was man gelesen haben muss – und warum: Das erklärt der vielfach ausgezeichnete Literaturkritiker Denis Scheck am Montag, 11. Oktober, um 20 Uhr in der Hofheimer Stadthalle. Mit seinem Bücherkanon „Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur“ bietet er einen ebenso lehrreichen wie inspirierenden Überblick und weckt mit seiner überraschenden Auswahl die Leselust.

Auf die Frage „Kann ein Kinderbuch zum Kanon der Weltliteratur zählen?“ hat Scheck eine eindeutige Antwort: Unbedingt. Zum Beispiel stehe Astrid Lindgrens „Karlsson vom Dach“ am Anfang vieler Leserbiografien. Und darf der Klassenclown der Gegenwartsliteratur Michel Houellebecq mit der Aufnahme in einen Kanon geadelt werden? Ja, natürlich, findet Scheck. Denn er sei auf dem Gebiet der Politik das, was Jules Verne für die Technik gewesen sei: ein Visionär. Mit seiner Auswahl der 100 wichtigsten Werke präsentiert Denis Scheck einen zeitgemäßen Kanon ohne Genre- oder Sprachgrenzen: von Ovid bis Tolkien, von Simone de Beauvoir bis Shakespeare, von W. G. Sebald bis J.K. Rowling.

Anlass für die Lesung ist das 100-jährige Bestehen des Volksbildungsvereins Hofheim. Kooperationspartner ist die Stadtbücherei Hofheim. Der Eintritt beträgt 13 Euro, für Mitglieder des Vereins 11.50 Euro. Tickets gibt es auf der Homepage des Volksbildungsvereins unter www.vbv-hofheim.de und bei der Stadtbücherei Hofheim unter der Telefonnummer (06192)966860. Die Besucherinnen und Besucher der Lesung müssen geimpft, getestet oder genesen sein („3G“) und einen entsprechenden Nachweis mitbringen. Bis zur Einnahme des Platzes gilt die Maskenpflicht.