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Letzte Aktualisierung: 01.03.2024

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Nachhaltige Stromversorgung mit Photovoltaik

von Adolf Albus

(10.03.2023) Eine wirtschaftliche und nachhaltige Stromversorgung ist nicht erst durch die aktuelle Energiekrise zu einem wichtigen Thema geworden. Im Zuge des Neubaus der Feuerwache Bad Soden hat die Stadtverordnetenversammlung sich jetzt für die Installation von Photovoltaik in Verbindung mit einem Strombilanzkreismodell entschieden.

„Mangels möglicher Alternativen wie Wind- oder Wasserkraft ist für unsere Stadt Photovoltaik derzeit die einzige relevante Möglichkeit, den Strombedarf emissionsfrei zu decken“, erklärt Bürgermeister Dr. Frank Blasch die Entscheidung. Zwei Varianten standen nach eingehender Prüfung zur Diskussion: eine teilweise Belegung der Feuerwache von 50 Prozent der Dachfläche oder die komplette Nutzung der Feuerwache und des geplanten Wohnhauses auf dem ehemaligen Süwag-Gelände. „Beide Varianten liefern einen ökonomischen Gewinn für die Stadt, die Variante der kompletten Nutzung aber weist ein deutlich höheres Ergebnis aus.“

Überschüssigen Strom in der Stadt nutzen

Die Stadtverordneten sprachen sich zudem dafür aus, die komplette Nutzung der neuen Dachflächen mit dem Strombilanzmodell zu kombinieren. Bei einer Überproduktion wird dann der erzeugte Strom innerhalb der Stadt für andere städtische Liegenschaften genutzt, so dass sich die Stromkosten reduzieren. Überschüssiger Strom muss nicht zu einem unwirtschaftlichen Tarif ins Stromnetz eingespeist und von dort wieder teuer gekauft werden.

Eine breite Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung gab es auch für den Antrag, die dafür erforderlichen Investitionsmittel in Höhe von 840.000 Euro mit einer Reserve von 30 Prozent für Preissteigerungen und Unvorhergesehenes im Haushaltsjahr 2024 bereitzustellen.

„Im April beginnt die nächste Planungsphase der Feuerwache und ich freue mich, dass hier der Grundstein für das weitere Vorgehen gelegt ist. Mit der Entscheidung für die Nutzung von Photovoltaik im Rahmen eines Strombilanzkreismodells ist ein weiterer Baustein auf dem Weg von Bad Soden am Taunus hin zur Klimakommune gesetzt.“