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Nach der Kommunalwahl: Streit um Magistratsgröße in Flörsheim

Die Fraktionen dfb, SPD und FDP in Flörsheim haben nach der Kommunalwahl 2026 einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der eine Verkleinerung des ehrenamtlichen Magistrats vorsieht. Vorgeschlagen wird, die Zahl der Stadträte von bislang zwölf auf künftig elf zu reduzieren. Der Antrag soll in die Hauptsatzung der Stadt aufgenommen werden.

Hintergrund des Vorstoßes ist die neue Mehrheitsbildung der drei Fraktionen, die gemeinsam über eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung verfügen. Nach Auffassung der Antragsteller dient die geplante Reduzierung der Sparsamkeit. Der CDU‑Fraktion zufolge habe der Schritt jedoch direkte Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Magistrat.

Die Christdemokraten weisen darauf hin, dass sie bei der Kommunalwahl mit 32,42 Prozent das stärkste Wahlergebnis aller Parteien erzielt haben. Bei einer Magistratsgröße von zwölf Sitzen stünden der CDU rechnerisch vier Stadtratsposten zu, bei elf Sitzen wären es nur noch drei. Die CDU sieht darin eine faktische Benachteiligung der stärksten Fraktion, während die übrigen beteiligten Fraktionen ihre bisherigen Sitze behalten würden.

Die angeführte Begründung der Kostenersparnis hält die CDU für nicht überzeugend. Ehrenamtliche Stadträte verursachten aus ihrer Sicht nur geringe Aufwendungen. Nach Angaben der CDU belaufen sich die Sitzungsgelder bei rund 20 Magistratssitzungen pro Jahr auf etwa 600 Euro pro Mitglied. Einsparpotenziale im städtischen Haushalt seien an anderer Stelle zu suchen.

Nach Auffassung der CDU werde durch die geplante Änderung des Gremiums das Wahlergebnis verzerrt abgebildet. Bei zwölf Magistratssitzen entspreche die rechnerische Sitzverteilung nahezu dem prozentualen Ergebnis der Kommunalwahl. Eine Reduzierung um einen Sitz verändere dieses Verhältnis spürbar.

„Die Bürger haben gewählt. Dieses Ergebnis verdient Respekt – auch von denen, denen es nicht passt“, erklärt die CDU‑Fraktion in einer Stellungnahme. Der Antrag zur Änderung der Hauptsatzung werde abgelehnt. Zudem kündigt die CDU an, rechtliche und politische Möglichkeiten zu prüfen, um nach eigener Darstellung eine faire Repräsentation des Wählerwillens sicherzustellen.

Kritisch merkt die CDU außerdem an, dass ihr bis zum Bekanntwerden des Antrags noch nicht die Gelegenheit gegeben worden sei, Gespräche mit allen Fraktionen zu führen. Der weitere Umgang mit dem Antrag dürfte damit in den kommenden Wochen zu einem zentralen politischen Thema in Flörsheim werden.

 

Der Text basiert auf einer Pressemitteilung und wurde redaktionell sowie mithilfe künstlicher Intelligenz angepasst.