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Letzte Aktualisierung: 18.06.2024

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MTK beteiligt sich an bundesweiter Fairtrade-Aktionswoche

Fairer Handel und Klimaschutz

von Adolf Albus

(14.09.2023) Der Main-Taunus-Kreis beteiligt sich an der 22. bundesweiten „Fairen Woche“. Wie Erste Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilt, nimmt das Programm unter dem Motto „Fair. Und kein Grad mehr!“ vom 15. bis 29. September den Klimaschutz bundesweit in den Fokus. Im Main-Taunus-Kreis beteiligen sich neben der Steuerungsgruppe der Verwaltung auch viele Städte mit eigenen Angeboten an der Aktionswoche.

„Wochenlange Hitze, Trockenheit und heftige Unwetter – auch in unseren Breiten sind die Folgen des Klimawandels immer deutlicher zu spüren“, fasst Overdick zusammen. Zahlreiche Menschen in südlichen Ländern seien in ihrer Existenz bedroht und müssten ihre Heimatregionen verlassen – und das, obwohl sie kaum etwas zur Klimakrise beigetragen hätten. Im Rahmen der Fairen Woche forderten Weltläden, Schulen und viele weitere Akteure kreisweit „mehr Klimagerechtigkeit“ und zeigten, „wie der Faire Handel schon heute dazu beiträgt.“

Seit 2018 ist der Main-Taunus-Kreis Fairtrade-Landkreis und bündelt jährlich zur Fairen Woche die Aktivitäten der Städte und Gemeinden in einer eigenen Übersicht, um einen Überblick über die vielfältigen Angebote zu verschaffen. Die Übersicht ist auf der Internetseite des Main-Taunus-Kreises unter www.mtk.org/fairtrade zu finden. Außerdem kann sie beim Energiekompetenzzentrum des Kreises unter Tel. 06192 201-1219 angefordert werden.

Darüber hinaus bietet der Kreis eigene Aktionen in Form von Informationsständen am 21. September (von 11.30 bis 13 Uhr) und am 26. September (von 11.30 bis 14 Uhr) im Landratsamt sowie auf dem Apfelmarkt in den Weilbacher Kiesgruben am 24. September von 12 bis 17 Uhr. Die Stände informieren Overdick zufolge unter anderem über fair gehandelte Bananen und zeigen, wie deren Anbau die Arbeitsbedingungen der Menschen verbessert und dem Klimaschutz dient.

Die Faire Woche wird veranstaltet vom Forum Fairer Handel in Kooperation mit dem Weltladen-Dachverband und Fairtrade Deutschland. Die Veranstalter rechnen mit rund 2000 Veranstaltungen bundesweit. Unter anderem werden Vertreterinnen und Vertreter von Produzentenorganisationen bei Veranstaltungen und in Videobotschaften berichten, wie sie von der Klimakrise betroffen sind und wie sie vom Fairen Handel profitieren. Produkte aus Fairem Handel sind in 900 Weltläden, mehr als 40.000 Bioläden, Supermärkten, Discountern und Bäckereien sowie in über 20.000 Cafés und Restaurants erhältlich. Der Faire Handel schafft den Veranstaltern zufolge Perspektiven für rund 2,5 Millionen Kleinproduzierende und ihre Familien weltweit und erzielte im Jahr 2022 in Deutschland einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.