Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 22.11.2019

Werbung
Werbung

Moderne Schule in kurzer Bauzeit errichtet

Baudezernent Schneider präsentiert Neubau der KGS Niederrad

von Ilse Romahn

(01.11.2019) In sehr kurzer Zeit ist im Frankfurter Süden ein neuer Standort für die Kooperative Gesamtschule (KGS) Niederrad entwickelt worden. Nach den Herbstferien ist am Rande der Siedlung Im Mainfeld der Bauteil West des Neubaus in Betrieb gegangen, Anfang 2020 folgt der Bauteil Ost. Baubeginn war im Oktober 2018.

Baudezernent Jan Schneider, Schulleiterin Eva Seifert und Nannah Schmidt von Raumer
Foto: Stadt Frankfurt / Holger Menzel
***

„Durch die zeitsparende Holztafelbauweise konnten wir sehr schnell auf den Bedarf reagieren“, sagte Baudezernent Jan Schneider bei einem Rundgang über die Baustelle. „Gleichzeitig ist an dem neuen Standort ein sehr hochwertiges und modernes Gebäude entstanden, mit dem die Schule viel Freude haben wird.“

Zum Schuljahr 2017/18 startete die neu gegründete sechszügige KGS Niederrad ihren Betrieb am Standort Goldsteinstraße 27, der zuvor der Salzmannschule als Außenstelle gedient hatte. Damit die Schule weitere Jahrgänge aufnehmen kann, entsteht seit Oktober 2018 an der Mainfeldstraße ein Erweiterungsgebäude für vier Jahrgänge. Im Bauteil West werden seit Oktober 2019 jahrgangsübergreifend sechs Klassenverbände aus den Jahrgängen 5, 6 und 7 mit insgesamt rund 150 Schülern unterrichtet. Anfang 2020 wird der Bauteil Ost einschließlich Mensa in Betrieb genommen. Gleichzeitig ziehen im zweiten Obergeschoss des Bauteils West die Wallschule sowie das Regionale Beratungs- und Förderzentrum Süd ein. Insgesamt ist der Neubau für bis zu 730 Schülerinnen und Schüler ausgelegt.

Das Schulgebäude mit rund 7000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche ist ein Holzmassivbau in Tafelbauweise. Zwei schmale dreigeschossige Baukörper werden über eine Brücke im zweiten Obergeschoss miteinander verbunden, damit die Mainfeldstraße weiterhin nutzbar bleibt. Für den regulären Autoverkehr wird die Straße durch eine Schranke geschlossen. Nur Radfahrer, Fußgänger und Anlieger können diese zu bestimmten Zeiten passieren.

Die Gebäudeteile werden als Niedrigenergiehaus errichtet. Durch die Heiztechnik mit einer Luft-Wärmepumpenanlage und einer sehr guten Dämmung werden die Grenzwerte der Energiesparverordnung (EnEV) um 20 Prozent unterschritten. Offene Lernzonen in den Fluren und Räume mit unterschiedlichen Größen zwischen 30 und 120 Quadratmeter ermöglichen bedarfsgerechte Einzel- und Gruppenarbeiten sowie größere Veranstaltungen von bis zu zwei Klassenstärken parallel in einem Raum. Die Gesamtkosten des Bauvorhabens liegen bei rund 30 Millionen Euro.

„Die Stadt Frankfurt muss jedes Jahr rund 2000 zusätzliche Plätze an Schulen schaffen“, sagte Schneider. „Das ist nicht nur finanziell ein großer Kraftakt, sondern stellt auch die Ämter vor gewaltige Herausforderungen. Ich bedanke mich deshalb ausdrücklich beim Amt für Bau und Immobilien, insbesondere beim Projektteam ,Schulbau beschleunigen‘, aber auch bei allen Ämtern, die uns bei diesem Kraftakt so gut unterstützt haben.“ (ffm)