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Letzte Aktualisierung: 02.02.2023

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Mitmachen beim Lärmaktionsplan

von Helmut Poppe

(17.01.2023) Das Regierungspräsidium Darmstadt sammelt Anregungen und Hinweise zur Aufstellung von Lärmaktionsplänen und möchte Gebiete erfragen, in denen die Ruhe geschützt werden sollte. Königsteinerinnen und Königsteiner können sich gerne beteiligen.

Lärmaktionspläne in der Umgebung von Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr (entspricht 8.200 Kraftfahrzeugen/Tag), von Haupteisenbahnstrecken mit über 30.000 Zügen im Jahr sowie in den Ballungsräumen Darmstadt, Frankfurt am Main, Hanau, Offenbach und Wiesbaden alle 5 Jahre zu überprüfen und erforderlichenfalls zu überarbeiten.

Diese sind auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie unter www.hlnug.de oder http://laerm.hessen.de abrufbar.

Im Rahmen der Aufstellung des Lärmaktionsplans besteht die Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge zu Lärmminderungsmaßnahmen in der Umgebung der kartierten Lärmquellen einzureichen. Es besteht zudem die Möglichkeit in allen Gemeinden des Regierungsbezirks Darmstadt auf ruhige Gebiete hinzuweisen, in denen die Ruhe zukünftig besonders geschützt werden soll.         
Die Eingabe kann auf dem Beteiligungsportal des Landes Hessen: https://beteiligungsportal.hessen.de/portal/hauptportal/startseite , alternativ auch per E-Mail oder postalisch erfolgen. Ferner können Anregungen und Vorschläge schriftlich über die jeweilige Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung bzw. direkt an das Regierungspräsidium Darmstadt unter dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ bis zum 22. Januar 2023 eingereicht werden.

Ein Beispiel - von der Redaktion selbst eingegeben - betrift den Zuglärm oder genauer gesagt die Warnsignale der S-Bahn zwischen Frankfurt Höcht und Königstein.  "Anzahl Störungen (alleine in einem 1-Kilometer-Streckabschnitt): 20 Stunden x 4 Durchfahrten/Stunde x 4 Signale = 320 Störungen im Abschnitt Königstein Bahnhof bis Königstein Schneidhain Bahnhof. Lautstärke aus 100 Mt Entfernung 90 – 100 Db". Dieser Lärm, der bestenfalls Wildschweine in der Nacht vertreibt, wird verursacht duch eine veraltete akustische Warntechnik, die nicht mehr ihre Platz haben dürfte in einer Zeit, die jüngst mit Wasserstofftechnologie einen weiten Innovationssprung getan hat.

Gespannt darf man auf die Reaktion sein.