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Letzte Aktualisierung: 26.10.2020

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Mit 4,3 Millionen Euro das Minus bei der Gewerbesteuer Hofheims ausgleichen

von Adolf Albus

(09.10.2020) Die Kreisstadt erhält rund 4,3 Millionen Euro, um den aufgrund der Corona-Pandemie entstandenen Gewerbesteuer-Ausfall zu kompensieren. „Mein Dank hierfür gilt der Bundes- und der Landesregierung. Mit diesem Betrag, der sogar etwas höher als erwartet ausfällt, können wir den diesjährigen Ansatz bei der Gewerbesteuer erreichen“, erklärt Bürgermeister Christian Vogt.

Staatsminister Axel Wintermeyer (links) und Bürgermeister Christian Vogt bei der Übergabe des Bescheids
Foto: MTK
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Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aller Kommunen im Main-Taunus-Kreis hat Bürgermeister Vogt den Förderbescheid bei einem Termin im Kreishaus von Staatsminister Axel Wintermeyer erhalten.

„Gleich zu Beginn im März / April haben wir mit voller Wucht die enormen Auswirkungen der Pandemie für unsere Volkswirtschaft gespürt und auf allen Ebenen Maßnahmen ergriffen, um die Folgen für unsere Unternehmen abzufedern“, erinnert der Rathauschef. In Hofheim wurde zum Beispiel die Möglichkeit der Gewerbesteuer-Stundung bis Jahresende eingeräumt oder es wurden Gewerbesteuer-Vorauszahlungen storniert.

Klar sei aber auch immer gewesen, dass die Kommunen ihre Aufgaben und Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin erfüllen müssen. Die Ausgaben dafür seien wegen der Pandemie nicht gesunken. „Ich bin dankbar, dass Bund und Land dieses Hilfsprogramm so rasch geschnürt haben und wir diesen einmaligen, individuell berechneten Betrag erhalten. Er hilft uns auch dabei, die Verluste bei der Einkommenssteuer und bei den Kita-Gebühren auszugleichen“, freut sich Vogt über die Entwicklung.

Jedoch dürfe nun nicht Übermut das Ausgabeverhalten beeinflussen. Die Pandemie sei nicht vorbei. Wie sich der Umsatz der Unternehmen, die Kurzarbeit oder die Zahl der Arbeitslosen – mit allen Folgen für die Gewerbe- und die Einkommenssteuer – in den nächsten Monaten entwickeln wird, könne niemand vorhersehen, sagt Bürgermeister Vogt. „Wie ich in der Haushaltsrede 2021 / 2022 bereits betont habe: Unser Haushalt muss in diesen besonderen Zeiten dynamisch fortgeschrieben werden. Gespannt erwarten wir nun die Steuerschätzung im November.“