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Letzte Aktualisierung: 27.09.2021

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Ministerin Dorn eröffnet das Deutsche Romantikmuseum

von Ilse Romahn

(13.09.2021) Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn eröffnet am 13. September das Deutsche Romantikmuseum im Großen Hirschgraben in Frankfurt/M.

Das Deutsche Romantik-Museum in Frankfurt würdigt eine besondere Epoche der Kunst- und Geistesgeschichte, und es geht moderne Wege, um diese Zeit und ihre Stimmung zu vermitteln. Grundlage für das neue Museum ist die weltweit einzigartige Sammlung zu Literatur, bildender Kunst und Alltagskultur der deutschen Romantik im Freien Deutschen Hochstift (FDH). Die Landesregierung hat sich an den Kosten für das Museum mit vier Millionen Euro beteiligt, ebenso der Bund. Die Stadt Frankfurt hat 1,8 Millionen Euro und das Grundstück bereitgestellt, das FDH hat rund 9 Millionen Euro von mehr als 1.500 Einzelspendern eingeworben. Das Land Hessen unterstützt das FDH zudem mit gut 800.000 Euro jährlich.

„Mit dem Deutschen Romantik-Museum bekommt Hessen einen weiteren großartigen Ort, an dem eine Epoche des kreativen und auch des gesellschaftlichen Aufbruchs erlebbar wird, eine Zeit der Idealisierung der Natur und auch der Beschäftigung mit dem Unheimlichen“, erklärt Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst. „Ein besonderer Glücksgriff ist aus meiner Sicht als Ministerin für Wissenschaft und Kunst die Verbindung exzellenter Wissenschaft im Freien Deutschen Hochstift als außeruniversitärer Forschungseinrichtung mit der Bewahrung wichtiger Kulturgüter in Jahrzehnte währender Sammlungsarbeit und jetzt auch der allgemein verständlichen und genussreichen Vermittlung romantischer Kunst und Kultur. Der Neubau des Museums ist die wunderschöne Hülle, in der eine hervorragend kuratierte Ausstellung den Zauber der Romantik zum Leben erweckt. Vom Erdgeschoss mit Blick in Goethes Garten führt der Weg über eine himmelstürmende Treppe zu einer Vielzahl von Stationen, die mit Spiegelstelen und Hörkabinett, mit Originalmanuskripten, Erstausgaben und Alltagsgegenständen romantischer Dichter und ihrer Figuren einladen zur sinnlichen Auseinandersetzung mit dieser Epoche, der die Sinne so wichtig waren. Hier schläft nicht nur ein Lied in allen Dingen, hier fangen Bücher an zu singen.“

„Die Romantik ist eine Schlüsselepoche der Geistesgeschichte, und Hessen ist einer ihrer Schwerpunkte“, ergänzt die Ministerin. „Wichtige romantische Künstlerinnen und Künstler waren hier zuhause wie die Familie Brentano, hier schwärmten Dichterinnen und Dichter, Denkerinnen und Denker für die Landschaft am Rhein, hier lagen Sehnsuchtsorte romantischer Malerinnen und Maler wie die Ruinen der Burg Frankenstein oder der Staatspark Hanau-Wilhelmsbad, hier trugen die Brüder Grimm ihre Märchen zusammen. Um viele Stätten der Romantik kümmert sich heute das Land Hessen. Mit dem Kauf des Brentanohauses in Oestrich-Winkel für 1,2 Millionen Euro haben wir einen außergewöhnlichen, authentisch erhaltenen Ort der Romantik gerettet, für die Sanierung des Osteinschen Parks im Niederwald fünf Millionen Euro aufgewendet, unterstützt mit weiteren 2,5 Millionen Euro vom Bund.“