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Letzte Aktualisierung: 23.01.2020

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Michelin und Faurecia gründen Joint Venture zur Wasserstoffmobilität

von Helmut Poppe

(27.11.2019) Gemeinschaftsunternehmen SYMBIO bündelt Aktivitäten zu Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Brennstoffzellen

Das Joint Venture SYMBIO bündelt alle Aktivitäten der beiden Unternehmen zu Wasserstoff-Brennstoffzellen
Foto: Michelin Faurecia
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Michelin und der Automobilzulieferer Faurecia haben die Gründung von SYMBIO, A FAURECIA MICHELIN HYDROGEN COMPANY beschlossen. Das Joint Venture bündelt alle Aktivitäten der beiden Unternehmen zu Wasserstoff-Brennstoffzellen. Ziel ist es, ein weltweit führender Anbieter im Bereich der Wasserstoffmobilität zu werden. 

Das Gemeinschaftsunternehmen widmet sich der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen für leichte Nutzfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Lkw sowie für andere Bereiche der Elektromobilität. 

Einzigartiges Know-how als Basis für das Joint Venture
Die Partner Michelin und Faurecia ergänzen sich perfekt, sodass die Unternehmen ein breites Angebot an Wasserstoff-Brennstoffzellensystemen für alle Mobilitätsszenarien anbieten können. Faurecia bringt dafür sein technologisches Know-how im Bereich der Wasserstoffmobilität sowie die Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit der CEA (französische Atomenergiekommission) ein. Michelin wiederum steuert das Know-how seiner Tochtergesellschaft Symbio bei, die integrierte Wasserstoff-Brennstoffzellensysteme und eine Reihe von Dienstleistungen anbietet.

Globale Ambitionen
Michelin und Faurecia investieren zu Anfang 140 Millionen Euro in das Gemeinschaftsunternehmen. Die Investition dient dazu, die Entwicklung von Brennstoffzellen der neuesten Generation zu beschleunigen, die Massenproduktion aufzunehmen und das Geschäft in Europa, China und den Vereinigten Staaten auszubauen. SYMBIO, A FAURECIA MICHELIN HYDROGEN COMPANY strebt im Jahr 2030 einen Marktanteil von 25 Prozent und einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro an. Das Gemeinschaftsunternehmen wird über drei Industrieanlagen verfügen, um die wichtigsten Automobilmärkte der Welt zu beliefern: Europa, Asien und die Vereinigten Staaten.

Die Nachfrage im Bereich der Elektromobilität wird bis 2030 voraussichtlich deutlich steigen. Der Anteil an wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen wird dann zwei Millionen Pkw und 350.000 Lkw erreichen. Als einzige emissionsfreie Ergänzung zu batteriebetriebenen Elektroautos ist die Wasserstofftechnologie unerlässlich, um den Einsatz der Elektromobilität voranzutreiben. Dies ist vor allem relevant, um die Luftqualität zu verbessern, CO2-Emissionen zu verringern und die Energiewende zu beschleunigen.