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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main erhält Fairtrade-Auszeichnung

Ministerpräsidenten und Schauspieler Hannes Jaenicke gratulieren

von Ilse Romahn

(23.02.2021) Nachhaltigkeit wird in der Europäischen Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main groß geschrieben, und zwar offiziell: Am 22. Februar zeichnete TransFair (Fairtrade Deutschland) das Gebiet mit fast sechs Millionen Einwohnern zur fairen Metropolregion aus.

„Dass sich heute nicht nur einzelne Städte, sondern ganze Regionen dem fairen Handel verschreiben und Engagierte über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg vernetzen, ist großartig und wichtiger denn je“, sagte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair im Vorfeld der Auszeichnung. „Trotz der anhaltenden Pandemie dürfen wir Herausforderungen wie den Klimawandel und soziale Ungerechtigkeit nicht vernachlässigen“, so Overath.

Frankfurt-Rhein-Main ist die dritte Metropolregion in Deutschland, die den Titel erhält und die erste, die sich über drei Bundesländer erstreckt: Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Auszeichnung als klarer Auftrag für die Region 
Trotz der anhaltenden Corona-Maßnahmen hatte der Verein Rhein-Main-Fair das Engagement der Region auch in den vergangenen Monaten vorangetrieben – mit Erfolg: Insgesamt 60 Fairtrade-Towns und acht Fairtrade-Landkreise fördern den fairen Handel in der Metropolregion. „Die Auszeichnung ist eine wichtige Anerkennung für alle Landkreise, Städte und Gemeinden der Region, die angefangen haben, ihr eigenes Handeln nachhaltiger und fairer zu gestalten“, erklärte Gisela Stang, Vorsitzende des Vereins. „In Zeiten einer Pandemie ist sie außerdem ein klares Zeichen für globale Solidarität und Verantwortung“, so Stang. Auch der erste Beigeordnete für das Thema Nachhaltigkeit im Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main, Rouven Kötter, freute sich über die Auszeichnung. „Unsere Region steht für Internationalität und Regionalität, aber auch für fairen Handel und Austausch. Auf der Auszeichnung als faire Metropolregion werden wir uns nicht ausruhen, sondern diese als Verpflichtung für die Zukunft annehmen“, versprach der Politiker.  

Malu Dreyer, Volker Bouffier und Hannes Jaennicke gratulieren
Besondere Grüße zur Auszeichnung kamen unter anderem von Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Schauspieler Hannes Jaenicke, die per Videobotschaft gratulierten. "Fairer Handel macht die Welt ein wenig besser und gerechter, vor allem für diejenigen, die unsere Lebensmittel herstellen. Das durfte ich bei meiner 5-teiligen Arte-Reihe zum Thema Fairtrade rund um den Globus vor Ort miterleben. Umso mehr freut es mich, dass sich meine Heimatregion so für fairen Handel einsetzt und das Engagement dort weiter wächst", sagt Hannes Jaenicke, der 2018 bereits den Main-Taunus-Kreis ausgezeichnet hat. Der Schauspieler und Dokumentarfilmer setzt sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Fairtrade für einen gerechteren Handel ein.

Zum Hintergrund der Kampagne
Seit 2009 können sich Kommunen und Städte um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Auch überregionale Auszeichnungen wie die zur fairen Region sind möglich. Neben Geschäften und Gastronomiebetrieben, die Produkte aus fairem Handel anbieten, müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen über fairen Handel aufklären. Außerdem sollen Aktive über ihr Engagement berichten. Die Anforderungen im Überblick: https://www.fairtrade-towns.de/mitmachen/kriterien