Messe Frankfurt wieder in der Gewinnzone
Rekordumsatz von 770 Millionen Euro wird für 2024 angepeilt
Foto: Ralph Delhees
Dabei wird von einem Feuerwerk der Messen für 2024 gesprochen, indem die Erwartungen im operativen Geschäft bisher weit übertroffen sind. Die Messe Frankfurt feiert nach der Pandemie ein enormes Comeback. Nicht zuletzt trägt dazu bei, das gestärkte Renommee Unternehmensgruppe und das Teamwork der Mitarbeiter. „Sechs Tage Messe mit persönlichen Gesprächen“, so Braun, „bringen mehr als sechs Monate auf Werbereisen in alle Welt.“
Das Unternehmen Messe Frankfurt wächst mit seinem Kerngeschäft und mit der gezielten Weiterentwicklung seines weltweiten Portfolios. Nachhaltigkeit und Digitalisierung bilden dabei für das bestehende Geschäft und neue Service- und Geschäftsmodelle wesentliche strategische Faktoren, nicht zuletzt im Hinblick auf eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltbilanz in der Unternehmensgruppe.
Unternehmensgruppe entwickelt sich entsprechend ihrer Zielsetzung
Die Messe Frankfurt ist weiter auf Erfolgskurs und profitiert von ihrer außerordentlich guten Marktposition im globalen Wettbewerb und mit starken Veranstaltungsmarken. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir unter Berücksichtigung der aktuellen geopolitischen Lage eine Umsatzsteigerung gegenüber Vorjahr um mehr als 25 Prozent auf 770 Millionen Euro. „Das wäre der höchste Umsatz in der Geschichte der Messe Frankfurt“, hob er hervor. „Die Unternehmensgruppe entwickelt sich entsprechend ihrer Zielsetzung, wirtschaftlich profitabel zu sein und mit einem hohen nachhaltigen volkswirtschaftlichen Nutzen für Stadt und Region.“
Mike Josef, Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt und Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, zeigte sich erfreut über die positiven Entwicklungen der Unternehmensgruppe und unterstrich: „Die Messe Frankfurt ist eine im Markt fest verankerte Traditionsmarke, sie steht für erfolgreiche Veranstaltungskonzepte und ist global bestens aufgestellt. Mit ihren langfristig angelegten strategischen und operativen Maßnahmen sichert die Unternehmensgruppe zudem mit wirtschaftlichen Impulsen ihren Heimatstandort und die Metropolregion Rhein-Main nachhaltig. Wir unterstützen die Messe Frankfurt weiterhin in ihrem strategischen Wachstum.“
Starke Geschäftsentwicklung 2023
Die Leistungskraft der Messe Frankfurt zeigt sich im finalen Geschäftsabschluss 2023, seit drei Jahren erstmals wieder mit einem kompletten und starken operativen Geschäft. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel gesteigert werden und beträgt 609 Millionen Euro (2022: 454,2 Mio. Euro). Außerhalb Deutschlands haben sich die Umsätze auf konsolidiert rund 275 Millionen Euro (2022: 140,2 Mio. Euro) erhöht. Das sind 45 Prozent am Konzernumsatz. Im Inland wurden Umsatzerlöse von rund 334 Millionen Euro (2022: 313,9 Mio. Euro) erreicht. Entsprechend der positiven operativen Entwicklung ergibt sich ein EBITDA von rund 91 Millionen Euro (2022: rd. 41 Mio. Euro).
Der Konzernjahresüberschuss erreicht eine Höhe von rund 19 Millionen Euro, nach einem Konzernjahresfehlbetrag im Vorjahr von -25,7 Millionen Euro. Insgesamt fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 349 Veranstaltungen statt, mit rund 86.400 ausstellenden Unternehmen und über 4,3 Millionen Besucherinnen und Besucher. Auf den Frankfurter Eigenveranstaltungen kamen im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich rund 81 Prozent der ausstellenden Unternehmen von außerhalb Deutschlands, eine historische Bestmarke. Auf Handelsseite waren es rund 54 Prozent. Damit geht der Internationalitätsgrad über den vom Verband der deutschen Messewirtschaft, AUMA, errechneten Durchschnitt deutscher Messeplätze weit hinaus.
Ausblick Geschäftsjahr 2024 – Profitable und nachhaltige Wachstumsagenda
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 steht der Fokus weiter im Zeichen eines profitablen und beschleunigten Wachstums. Das Portfolio der Messe Frankfurt zeigt sich stark bei Veranstaltungen mit einer engen Taktung der Leitmessen in Frankfurt und weltweit. „Qualität, Fläche, Internationalität, dazu vielfach ein Ausstellerwachstum im Vergleich zu den Vorveranstaltungen sowie eine Besucherzufriedenheit von über 90 Prozent verdeutlichen das starke Comeback unserer Marken“, betonte Detlef Braun. „Rund 95 Prozent der Branchenteilnehmenden auf unseren Leitmessen sind klein- und mittelständische Unternehmen sowie Start-ups. Sie sind das Rückgrat ihrer Branchen und Industrien. In unserer Rolle als aktiver Wirtschaftsförderer und Gestalter der wichtigsten Messeformate sehen wir unsere Leitmessen als die globalen Branchenanker, auf denen Wissensvermittlung, Effizienz und Inspiration die entscheidenden Stellschrauben für den langfristigen Geschäftserfolg aller Branchenteilnehmenden sind, bekräftige Braun den hohen Stellenwert der Messen. „Die persönliche Begegnung ist durch nichts zu ersetzen“, so Braun weiter. Neben einem regen Eigenveranstaltungsgeschäft entwickelt sich mit dem Geschäftsfeld Locations und dem Gastveranstaltungsgeschäft auch der zweite wichtige Treiber am Heimatstandort gut.
Weltweit einer der größten Global Player in der Branche
Das Portfolio der Messe Frankfurt und ihr intensives globales Netzwerk wird immer wieder neu aufgeladen, um das Kerngeschäft widerstandsfähig und flexibel in global herausfordernden Märkten und in einem geopolitischen Umfeld zu halten. Hierzu gehören weltweit neue Märkte für die Kundschaft des Unternehmens zu erschließen.
Mehr als 20 neue Veranstaltungen sind für 2024 und 2025 weltweit geplant. In der strategischen Unternehmensausrichtung spielt das globale Portfolio der Unternehmensgruppe an mehr als 50 Standorten sowie das weltumspannende Vertriebsnetz aus 28 Tochtergesellschaften und über 50 Sales Partner seit 35 Jahren eine wichtige Rolle. Die Unternehmensgruppe ist einer der weltweit größten Global Player in der Branche. Über Tochtergesellschaften und ein engmaschiges Vertriebsnetz begleitet das Unternehmen seine Kundinnen und Kunden weltweit bei Messeauftritten, wodurch zahlreiche Synergien innerhalb der Markenfamilien gewonnen werden. „Unsere Leitmessen und ihre Ableger in den Weltregionen stärken sich gegenseitig, und die gesamte Branche profitiert davon“, so Braun.
Nachhaltige Veranstaltungszukunft wird vorangetrieben
Gleichzeitig denkt und agiert die Messe Frankfurt digital und nachhaltig und integriert diese beiden Zukunftskomponenten in ihre Veranstaltungen und Services. Entschieden treibt das Unternehmen die Entwicklung in eine nachhaltigere Veranstaltungszukunft, „dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, unser verbindliches ökologisches Ziel einer Klimaneutralität bis spätestens 2040 zu erreichen“, so Marzin.
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