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Letzte Aktualisierung: 26.11.2022

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Mehr Eigenverantwortung im Umgang mit Corona

Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein heben Isolationspflicht auf

von Ilse Romahn

(18.11.2022) Die Zahl der Covid-19-Fälle sinkt beständig und auch die Zahl der schweren Erkrankungen geht zurück. In Hessen soll daher die Isolationspflicht beendet werden.

„Es ist an der Zeit, den Bürgern mehr Eigenverantwortung im Umgang mit einer Covid-19-Erkrankung zu übertragen, dabei hilft uns natürlich das freiwillige Tragen einer Maske“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts. „Es gilt weiterhin, vulnerable Gruppen besonders zu schützen.“

Es ist damit zu rechnen, dass das Virus die Menschen auch in Zukunft begleiten wird. Durch Schutzimpfungen und Erkrankungen besteht inzwischen eine weitgehende Basisimmunität innerhalb der Bevölkerung. Zudem gibt es antivirale Medikamente, die vor schweren Verläufen schützen. „Alle diese Möglichkeiten führen dazu, einen eigenverantwortlichen Umgang mit einer Corona-Infektion einzuleiten. In zweieinhalb Jahren Pandemie haben die Menschen verschiedene Stufen von Corona-Maßnahmen erlebt und gelernt, mit einer Erkrankung besonnen und rücksichtsvoll gegenüber anderen umzugehen“, sagt Dr. Tinnemann. „Gleichzeit wird mit Ende der Isolationspflicht eine neue Strategie für Tests und Meldepflicht notwendig“, ergänzt Dr. Udo Götsch, Leiter der Abteilung Infektiologie.

Die Gesundheitsminister von Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein haben am 11. November die Aufhebung der Isolationspflicht mitgeteilt, in Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein gilt die neue Regelung bereits. Künftig soll es für Erkrankte statt häuslicher Absonderung verpflichtende Maßnahmen, etwa eine begrenzte Maskenpflicht und dringende Empfehlungen geben. Details zu den Empfehlungen im Fall einer Infektion werden zurzeit erarbeitet, die neuen Regelungen sollen zeitnah in Kraft treten. (ffm)