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Letzte Aktualisierung: 07.04.2020

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Meşale Tolu: „Mein Sohn bleibt bei mir!“

Als politische Geisel in türkischer Haft – und warum es noch nicht zuende ist

von Gert Hautsch

(12.03.2020) Veranstaltung im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt, am Donnerstag 19. März, 19 Uhr. Eintritt frei.

Meşale Tolu
Foto: picture allianceSebastian gollnow dpa
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Sie war eine prominente deutsche Geisel der türkischen Regierung: Als angebliche Terrorunterstützerin saß die Journalistin und Übersetzerin Meşale Tolu mit ihrem kleinen Sohn in Haft; danach wurde ihr die Ausreise aus der Türkei verweigert. Jetzt, wieder in Deutschland, berichtet sie über diese Zeit: über die Brutalität von Polizei und Justiz, das Alltagsleben in der politischen Gefangenschaft zwischen Hoffnung und Verzweiflung, ihren Kampf um Freiheit für ihre Familie und ihren Einsatz für die Pressefreiheit. Ein sehr persönliches Buch, das zugleich deutlich macht, wie das Regime in Ankara mit seinen Kritikern umgeht.   

Meşale Tolu, deutsche Journalistin kurdischer Herkunft, wurde Ende April 2017 in der Türkei als „Terroristin“ verhaftet. Im Oktober 2017 begann ihr Gerichtsprozess, im Dezember 2017 wurde sie unter Auflagen aus der Haft entlassen. Ihr Schicksal und das anderer in der Türkei inhaftierter Journalisten hat zahlreiche Medienberichte, Unterstützerkampagnen und diplomatische Aktivitäten ausgelöst. Im August 2018 hob ein Gericht die Ausreisesperre gegen sie und später gegen ihren ebenfalls inhaftierten Ehemann Suat Çorlu auf. Seither lebt sie wieder in Deutschland.

Veranstalter: Club Voltaire und Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen