Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 20.05.2022

Werbung
Werbung

Masterplan ErlebnisCity Frankfurt am Main

von pm

(06.05.2022) Wohin steuert die Frankfurter Innenstadt? Die Ansprüche der Frankfurterinnen und Frankfurter an „ihre“ City hat sich in den vergangenen Jahren massiv gewandelt. Nur shoppen, das war einmal. Der Erlebnisfaktor hat an Bedeutung gewonnen, das Internet macht alteingesessenen Geschäften Konkurrenz.

Das Opernplatzfest
Foto: visitfrankfurt, Foto: Holger Ullmann
***

Zugleich eröffnet das wachsende Nachhaltigkeitsbewusstsein der Menschen neue Chancen – für Läden abseits der Norm, mit einem Fokus auf regionale Produkte. Die Corona-Pandemie hat die Geschwindigkeit der Transformation erheblich beschleunigt, auch in Frankfurt.
 
Zeit für einen Masterplan, der diesen Tendenzen Rechnung trägt – und der hört in Frankfurt auf den Namen ErlebnisCity Frankfurt am Main. Das Consulting-Unternehmen Project M, das im Laufe der vergangenen zwölf Monate mit dessen Erstellung betraut war, präsentierte den Masterplan im Römer. Er dient dem City- und Stadtteilmarketing als Grundlage für die gezielte Ausrichtung aller künftigen Innenstadt-Aktivitäten.
 
Als eine Schlüsselmaßnahme aus dem Masterplan Tourismus 2030 und dessen konsequenter Umsetzung nimmt der Masterplan ErlebnisCity gezielt die Innenstadt unter die Lupe. Was macht Frankfurt aus? Wo liegen Schwachstellen oder Hemmnisse, die eine Weiterentwicklung zum „place to be“ derzeit ausbremsen? Was sind unsere Stärken und Besonderheiten? Der Masterplan ErlebnisCity Frankfurt am Main nimmt den Status-Quo der Frankfurter Innenstadt unter Berücksichtigung vorliegender Studien, zentraler Trends und Einflussfaktoren auf, bestimmt Potenziale im Wettbewerbsvergleich und arbeitet Entwicklungspotenziale aus. Dabei greift der Masterplan Impulse von mehr als 50 Experten und Expertinnen aus Politik, Verwaltung, Kammern, Verbänden, Immobilienbranche, Eigentümern und Kirchen auf. Er zeigt zeitliche Perspektiven in Zusammenspiel aus kurz- mittel- und langfristigen Zielen in Verbindung mit strategischen Projekten und die Optimierung von Strukturen und Prozessen auf, mit dem Ziel einer „resilienten Stadt“ und dem Fokus „Zukunft Innenstadt“.
 
Eine entscheidende Rolle kommt laut Masterplan dabei dem City- und Stadtteilmarketing unter der Leitung von Eduard M. Singer zu. Es soll in Übereinstimmung mit dem Koalitionsvertrag zum Citymanagement ausgebaut werden. Das Citymanagement soll dadurch eigenständiger, die Mitarbeiterstrukturen gestärkt und mit einem geeigneten Budget ausgestattet werden.
 
Auch der Dezernent für Planen, Wohnen und Sport, Mike Josef, begrüßt den Masterplan ErlebnisCity Frankfurt am Main: „Um zukunftsfähig zu werden, muss die Frankfurter Innenstadt vor allem vielfältiger werden, sowohl was ihre Funktionen, ihre Bewohnerschaft und auch ihr Nutzerfeld angeht. Einzelhandel allein reicht nicht aus“, sagt Josef. „Daher müssen wir beispielsweise Leerstände beseitigen, Gastronomie und kulturelle Nutzungen fördern und den innerstädtischen Raum reaktivieren. Dazu kann der Masterplan beitragen.“ (ffm)