Martin Häusling kritisiert Mercosur-Deal
Europäische Kommission müsse endlich Farbe bekennen
Foto: Pressestelle EU-Parlament
Ein „Ja“ zum Mercosur-Handelsabkommen stütze ganz besonders die Regierung von Jair Bolsonaro in Brasilien, sagt Häusling, und kommentiert: „Die EU-Kommission verhandelt weiter das Mercosur-Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Brasilien opfert seit dem Amtsantritt von Präsident Bolsonaro seinen Regenwald. Durch Rekordabholzungen im Amazonas werden alleine in diesem Jahr 54 Prozent mehr Regenwald gerodet als im gleichen Zeitraum in 2018. Auch seine Savanne, der Cerrado, wird für den Soja- und Eukalyptusanbau vernichtet“.
Aber nicht nur, dass Brasilien die Pariser Klimaziele völlig ignoriere, auch der Schutz der Menschenrechte werde nach Einschätzung von Experten komplett missachtet. Die EU habe aber die Verpflichtung, bei Handelsabkommen dies einzufordern.
Häusling: „Ich begrüße es, dass vor der Kommission eine Demonstration stattfindet, denn Proteste in Europa und in Südamerika scheinen bislang nicht bis zum Kommissionspräsidenten und der zuständigen Handelskommissarin, Cecilia Malstöm, vorgedrungen zu sein. Die Demonstration unterstützt einen Aufruf von über 600 Wissenschaftlern und 300 indigenen Gruppen, die in einem Brief an die Kommission, den Rat der Mitgliedstaaten und an das Europäische Parlament aufzeigen, welche gravierende negativen Folgen das Handelsabkommen, so wie es zurzeit verhandelt wird, haben wird.“