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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Manfred Ruhs mit Benemerenti-Verdienstmedaille geehrt

von Ilse Romahn

(26.10.2020) Bischof Peter Kohlgraf übereichte die hohe Auszeichnung des Papstes bei einem Gottesdienst in Mainz-Weisenau

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Päpstliche Auszeichnung für Manfred Ruhs, überreicht von Bischof Peter Kohlgraf
Foto: Ruhs
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Manfred Ruhs mit Urkunde
Foto: Ruhs
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Manfred Ruhs, früherer Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank Höchst und nach der Fusion Mitglied des Vorstandes der Frankfurter Volksbank, ist für seine Verdienste um die katholische Kirche mit dem päpstlichen Ehrenzeichen Benemerenti („dem Wohlverdienten“) ausgezeichnet worden. Diese Verdienstmedaille wurde am 17. Juli 1818 von Papst Pius VII gestiftet und wird seit 1891 an Personen verliehen, die einen Dienst für Diözese und Kirche geleistet haben, der weit über ihre berufliche oder amtliche Pflicht hinausgeht und sich in besonderer Weise um das Entstehen oder Bestehen kirchlicher Einrichtungen bemüht haben.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf übereichte Manfred Ruhs im Rahmen eines Dankgottesdienstes am 23. Oktober 2020 in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau, der Heimatpfarrei des Geehrten, die Ehrenmedaille mit der dazugehörigen Urkunde.

Kohlgraf würdigte Ruhs für seinen ehrenamtlichen großen Einsatz im kirchlichen und sozialen Bereich. Er zitierte aus einem Artikel einer Frankfurter Zeitung zur Verabschiedung von Ruhs in den Ruhestand, der tatsächlich kein Ruhestand ist: „Der Banker mit sozialem Gewissen geht“ und führte weiter aus: „Eine Kultur der Anerkennung gewinnt Gestalt, wenn Ehrenamtliche in ihrem Tun auf förderliche Rahmenbedingungen, auf ehrliches Interesse an den Bedürfnissen und Erfahrungen in ihrem Engagement und auf Respekt für ihren freiwilligen Dienst stoßen. Auszeichnungen stellen einen wichtigen Aspekt im Gesamtkanon einer Kultur der Anerkennung dar.“

Der Bischof betonte, Ruhs werde stellvertretend für alle geehrt, die sich ehrenamtlich engagieren. Ohne diese Menschen „würde Kirche nicht funktionieren“. Ruhs zeichne aus, dass er sich sowohl kirchlich als auch in seinem bisherigen beruflichen Umfeld engagiere. „Wir dürfen herzlich gratulieren und freuen uns mit Ihnen, lieber Herr Ruhs, für diese hohe Wertschätzung durch Papst Franziskus“, so Bischof Kohlgraf. 

Ruhs bedankte sich beim Bischof und verwies auf die vielen Menschen, die sich in der ehrenamtlichen Arbeit einbringen – und für die er die Verdienstmedaille nun stellvertretend erhalten hat. „Die Botschaft des Evangeliums könnte nicht verkündet werden, wenn sich nicht so viele dafür einsetzen. Gerade in seiner Pfarrei gibt es fast 200 ehrenamtlich Tätige. Noch immer gelte der Satz „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, und man müsse sich schämen, wenn man vom eigenen Glück nichts an andere Menschen abgeben wolle.