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Letzte Aktualisierung: 21.06.2021

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Mainova investiert nachhaltig in die Zukunft

Gutes Geschäftsergebnis 2020 in einem außergewöhnlichen Jahr

von Karl-Heinz Stier

(28.05.2021) Anlässlich der virtuellen Hauptversammlung der Mainova AG betonte der Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die Leistungsfähigkeit des regionalen Energieversorgers:

Podium: Der Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende und Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (v.l), der Mainova-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer (v.r), Mainova-Vorstand Peter Arnold (h.l) und Mainova-Vorständin Diana Reuhut gemeinsam bei der diesjährigen Hauptversammlungbei der
Foto: Mainova AG
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„Mainova hat im letzten Jahr trotz der großen Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie mit einem bereinigten Ergebnis (EBT) von 160 Millionen Euro ein historisch hohes Geschäftsergebnis erzielen können. Der erneut hohe Wertbeitrag für die Stadt Frankfurt und die hohen Investitionen in die Energieinfrastruktur kommen nicht zuletzt den Bürgerinnen und Bürger zugute. Diese außerordentliche Leistung des Frankfurter Energieversorgers wurde ermöglicht durch das große Engagement der mehr als 2.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die rund um die Uhr die Energie- und Wasserversorgung über das mehr als 14.000 Kilometer umfassende Leitungsnetz sicherstellen. Die zuverlässige Versorgung Frankfurts mit Energie und Wasser gewährleistet das dynamische Wachstum unserer Metropolregion“, sagte er bei seiner Begrüßung.

Mainova blickt auf ein außergewöhnliches Geschäftsjahr 2020 zurück. Dieses schloss das Unternehmen mit einem bereinigten Ergebnis (EBT) von 160 Millionen Euro ab. Belastungen aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und einer wärmeren Witterung wirkten dabei vor allem zwei positive Sondereffekte entgegen: der Verkauf der Anteile an der Gas-Union GmbH sowie die Neubewertung der Gaskraftwerke, nachdem das Gaskraftwerk Irsching im vergangenen Jahr wieder für den Strommarkt produzieren konnte.

Mainova-Vorstandsvorsitzender Dr. Constantin H. Alsheimer hob das Engagement des Unternehmens für seine Kunden, die Stadt Frankfurt und den Klimaschutz hervor. Bis 2025 investiert Mainova demnach eine Milliarde Euro „für die Zukunftssicherheit, die Lebensqualität und die Versorgungssicherheit des Lebens- und Wirtschaftsraums Frankfurt Rhein-Main.

Rund 300 Millionen Euro investiert das Unternehmen allein für den Umbau des Heizkraftwerks West von Kohle- auf Gasbetrieb, der bis 2026 abgeschlossen sein soll. Es wird auf den Einsatz von CO2-freien Gasen wie beispielsweise klimaneutral erzeugtem Wasserstoff vorbereitet sein. Der Ausstieg aus der Steinkohle werde rund zwölf Jahre früher als aktuell von der Bundesregierung vorgesehen erfolgen. Infolge der Umrüstung können dann jährlich rund 400.000 Tonnen CO2 gegenüber einem Durchschnittsjahr eingespart werden.

Gleichzeitig kündigte Dr. Alsheimer an, die zuverlässige und umweltschonende Fernwärme vor allem im Frankfurter Osten entlang der Hanauer Landstraße bis zum Biomassekraftwerk Fechenheim weiter auszubauen. Mit der künftigen Einbeziehung von Biomasse, aber auch von Wasserstoff, erneuerbaren Energien und Abwärme in das Fernwärmesystem setze Mainova „nicht nur technologisch, sondern auch bezüglich des Klimaschutzes neue Wegmarken.“

Darüber hinaus kündigte der Vorstandsvorsitzende an, die erneuerbaren Energien weiterhin stark auszubauen. Für die Wind- und Solarparks der Mainova war bereits 2020 ein besonders gutes Jahr mit dem bisher besten Ergebnis in dem entsprechenden Segment.

In diesem Zusammenhang verwies Dr. Alsheimer auch auf die Wiederinbetriebnahme des Gaskraftwerks Irsching, das er als „eines der effizientesten Kraftwerke Europas und herausragender Ermöglicher der Energiewende“ bezeichnete.

Vor dem Hintergrund erneuerte Dr. Alsheimer seine Kritik an der Fusion von RWE und E.ON, gegen die Mainova vor dem Europäischen Gericht klagt: „Mit dem RWE-E.ON-Deal entsteht ein anorganisch gewachsenes Oligopol aus nationalen Champions mit marktdominanter Stellung. Dadurch wird der faire Wettbewerb konterkariert – verbunden mit erheblichen Nachteilen für die lokalen und regionalen Energieversorger und den Verbraucher“..

Als gutes und wichtiges Instrument lobte er die Einführung des CO2-Zertifikatehandels sowie das auf politischer Seite inzwischen „sehr viel höhere Maß an Offenheit für sämtliche Technologien zur Bewältigung der Energiewende“. Dies zeige sich zum Beispiel an der Förderung von Wasserstoff, der für zahlreiche Einsatzbereiche und als einer der wirtschaftlichsten Energiespeicher prädestiniert sei.

Insgesamt blickt der Vorstand der Mainova positiv nach vorn, plant aber auch vor dem Hintergrund der nicht absehbaren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für das laufende Geschäftsjahr mit einem bereinigten EBT, das unter dem Niveau des Vorjahres liegt.