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Letzte Aktualisierung: 14.07.2024

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Mainova erhöht Investitionstempo

von Ilse Romahn

(02.10.2023) Das bereinigte Ergebnis der Mainova ist im ersten Halbjahr 2023 auf 71,1 Mio. Euro (2022: 86,1 Mio. Euro) leicht gesunken. „Mainova ist ein kraftvolles Unternehmen. Das erste Halbjahr konnten wir mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abschließen. Wir haben massiv in die sichere Versorgung und in den Klimaschutz investiert. Für einen regionalen Energieversorger bleiben die Umsetzung der Energiewende und die Entwicklung an den Energiemärkten jedoch herausfordernd“, betont Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG.

Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorstandsvorsitzender der Mainova AG.
Foto: Mainova AG
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Besonders in der Stromversorgung machte sich im ersten Halbjahr 2023 die aktuelle Marktpreisentwicklung im Ergebnis bemerkbar, das auf 13,1 Mio. Euro (-12,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) sank. Das Ergebnis in der Gasversorgung stieg von -9,6 Mio. Euro auf 17,0 Mio. Euro. Das Vorjahresergebnis war aufgrund der Auswirkungen der Energiekrise auf den Gashandel und der damit verbundenen extremen Beschaffungspreise außerordentlich belastet.

Der Rückgang im Segment Erzeugung und Fernwärme auf 23,0 Mio. Euro (-16,0 Mio. Euro) war im Wesentlichen auf einen positiven Effekt im Vorjahreszeitraum zurückzuführen. Das operative Fernwärmegeschäft blieb insgesamt stabil.

Das Ergebnis im Segment Erneuerbare Energien / Energiedienstleistungen sank auf 6,2 Mio. Euro (-12,3 Mio. Euro) aufgrund hoher Beschaffungskosten im Energiedienstleistungsgeschäft. Bei den erneuerbaren Energien reduzierten sich die Ergebnisse aus dem Biomassekraftwerk sowie den Wind- und Solarparks, die im Vorjahreszeitraum von einem hohen Strompreis profitiert hatten.

Das Ergebnis im Segment Wasserversorgung sank aufgrund gestiegener Bezugskosten auf -0,2 Mio. Euro (-4,2 Mio. Euro).

Der Anstieg des Ergebnisses im Segment Beteiligungen auf 38,9 Mio. Euro (+12,6 Mio. Euro) resultierte im Wesentlichen aus höheren Ergebnissen einzelner Beteiligungen.

Im ersten Halbjahr bereits rund 200 Mio. Euro investiert
„Mainova hat im ersten Halbjahr 2023 die Investitionen auf 199,7 Mio. Euro gesteigert (+73,6 Mio. Euro). Im laufenden Jahr wollen wir insgesamt 600 Mio. Euro investieren. Diese fließen schwerpunktmäßig in den massiven Ausbau des Stromnetzes, den frühzeitigen Kohleausstieg durch die Umrüstung des Heizkraftwerks West zu einem wasserstofffähigen Vorzeige-Kraftwerk sowie den Neubau eines nachhaltigen Rechenzentrums in ökologischer Bauweise”, stellt Alsheimer fest und ergänzt: „Das Ziel ist klar: Bis 2040 wollen wir klimaneutral sein. Hierfür investieren wir allein in den nächsten fünf Jahren über zwei Milliarden Euro. Klar ist aber auch: Die vollständige Dekarbonisierung des Strom- und Wärmemarkts in Frankfurt macht noch deutlich höhere Investitionen erforderlich.“

Schnellere Genehmigungen und Fachkräfte notwendig
Für die geforderte, zügige Umsetzung der Energiewende werden Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungen auf Bundes- und Landesebene genauso wie in den Kommunen immer wichtiger. „Vor allem auch für den Ausbau der städtischen Infrastrukturen bedarf es der Vereinfachung der Genehmigungsprozesse, wenn der Zeitplan eingehalten werden soll“, betont Alsheimer.

Darüber hinaus bekräftigt er die Notwendigkeit von Fachkräften für die Umsetzung der anstehenden Herausforderungen. Als attraktiver Arbeitgeber in der Region stellt Mainova weiter verstärkt ein. Entsprechend wuchs die Zahl der Beschäftigten zum 30. Juni 2023 auf 3.113 (+35) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus startete Mainova ins neue Ausbildungsjahr 2023/24 mit 43 Auszubildenden und 19 dual Studierenden. Insgesamt bildet der regionale Energieversorger aktuell über 100 Auszubildende und über 60 dual Studierende in 13 Ausbildungsberufen und 11 dualen Studiengängen aus.

Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand ein bereinigtes Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau.

Den Zwischenbericht finden Sie im Internet unter www.mainova.de/zwischenbericht-2023.